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Spektakel Ski-WM: Mit einer gigantischen Eröffnungsfeier hatte die WM 2011 begonnen. Vielleicht gibt es im Jahre 2025 eine Neuauflage.

Entscheidung fällt 2020

Garmisch-Partenkirchen ist offizieller Bewerber für alpine Ski-Weltmeisterschaften 2025

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Jetzt ist es fix: Garmisch-Partenkirchen geht als Kandidat für die Ski-WM 2025 in Rennen. Es gibt zwei Konkurrenten. 

Garmisch-Partenkirchen – Nun ist es offiziell: Garmisch-Partenkirchen geht als Kandidat für die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2025 ins Rennen. Das hat der Skiweltverband FIS am Donnerstag bestätigt. Das Bewerbungsschreiben ist eingereicht, die 400 000 Schweizer Franken an Einstiegsgebühr sind überwiesen. Drei Orte konkurrieren um die Ausrichtung der Titelkämpfe in sechs Jahren: Neben der Marktgemeinde sind dies Crans-Montana in der Schweiz sowie Saalbach-Hinterglemm in Österreich. Eine Entscheidung wird im Mai 2020 beim FIS-Kongress in Thailand fallen.

Nun wartet viel Arbeit auf Peter Fischer und sein Team vom Organisationskomitee Ski-Weltcup und vom Skiclub Garmisch. Noch in diesem Jahr wird es darum gehen, das Bidbook, in dem alle Anforderungen geschildert sind und ein Katalog an Fragen auf Antworten wartet, bis 1. September zu bearbeiten und später als offizielle Bewerbungsunterlage bei der FIS einzureichen. „Wir kennen das ja alles schon“, sagt Fischer. „Dafür haben wir drei Monate Zeit.“

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Wie stehen die Chancen?

Der OK-Chef wird einmal mehr als Kopf der Bewerbung aus heimischer Sicht agieren. „Das habe ich dem Gemeinderat damals zugesichert, und das werde ich auch tun“, sagt der 65-Jährige. Er bringt schließlich alle Voraussetzungen mit: Er kennt die Entscheidungsträger bei der FIS, hat bereits zwei Bewerbungen für eine Ski-WM hinter sich und zudem die WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen mit einem Rekord-Gewinn bestens gemeistert. Nicht zuletzt hat er auch auf dem Bewerbungspapier unterschrieben – neben DSV-Präsident Franz Steinle und Vorstandssprecher Hubert Schwarz. Schließlich kandidiert offiziell der Deutsche Skiverband mit der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und dem Skiclub Garmisch als Ausrichter für die WM.

Über die Chancen der Bewerbung will sich der Funktionär nicht groß auslassen. „Natürlich treten wir an, um zu gewinnen und nicht, um Zweiter zu werden“, stellt Fischer klar. „Aber speziell im alpinen Bereich gibt es immer sehr starke Konkurrenten. Beide anderen Kandidaten sind auch Weltcup-Orte, wenngleich sie nicht ständig Rennen haben“, kommentiert Fischer. Zum Vergleich: Auf der Kandahar richtet der SC Garmisch pro Winter sogar vier Wettbewerbe aus. „Saalbach ist dafür ein Zweitbewerber.“ Die Salzburger hatten bei der Vergabe der WM 2023 nach Courchével/Méribel in Frankreich bereits den Kürzeren gezogen. Doch auch die Garmisch-Partenkirchner kennen das Gefühl der Niederlage, haben 2006 ebenfalls erst im zweiten Anlauf den Zuschlag für die Titelkämpfe 2011 erhalten. Ob Beharrlichkeit auch in diesem Bewerbungsprozess ein Vorteil ist – „das wird man sehen“, sagt Fischer.

Weiteres zum Thema: Garmisch-Partenkirchen bewirbt sich für Ski-WM 2025: So geht‘s jetzt weiter

Fischer: „Es gibt viel zu tun“

An den Rahmenbedingungen hat sich gegenüber 2005/06 wenig verändert. „Vom Prinzip her läuft alles gleich ab“, betont Fischer. „Die Themen kennen wir, auch wenn sich ein paar Fragen sicher ändern.“ Das Bidbook aus Are/Schweden von diesem Jahr liegt Fischer als Referenz in jedem Fall vor.

Ein erstes Treffen der Bewerber mit der FIS wird es Ende Mai bei der Terminkonferenz in Cavtat/Kroatien geben. Ab Oktober geht es nach der Durchsicht der Bewerbungsunterlagen dann bereits um den Feinschliff. „Es gibt viel zu tun“, sagt Fischer. Denn die verschiedenen Aspekte der Bewerbung müssen mit Verband, Gemeinde oder Institutionen besprochen, die Ergebnisse dann zu Papier gebracht werden. „Wir bearbeiten eine Kategorie nach der anderen.“

Ein wenig erstaunt zeigte sich Fischer, dass es nur drei Kandidaten für die Ski-WM gibt. „Es war bis zuletzt unklar, ob noch ein Interessent aus Skandinavien oder aus Übersee kommt.“ Schließlich finden die Weltmeisterschaften seit 2017 und nun zumindest bis 2025 allesamt in Europa statt. Denn 2021 ist das italienische Cortina d’Ampezzo an der Reihe.

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