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Andreas Grasegger, Bayernpartei.
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Wolfgang Bauer, CSU
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Elisabeth Koch, CSU
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Daniela Bittner, CSB
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Lilian Edenhofer, Freie Wähler
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Dass die Alternative für Deutschland, die in Garmisch-Partenkirchen bislang keinen Ortsverband gegründet hat, 2020 ebenfalls um die Gunst der Wähler in Garmisch-Partenkirchen buhlen wird, gilt als sicher
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Andreas Wieland, CSB
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Dr. Stephan Thiel Bündnis 90/Die Grünen

Viele Frauen im Gespräch

Bürgermeisteramt in Garmisch-Partenkirchen: So könnte der Wahlkampf 2020 aussehen

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Wer geht ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Garmisch-Partenkirchen? Bis zur Kommunalwahl 2020 wird noch etwas Zeit vergehen - doch vielleicht lässt sich der ein oder andere Kandidat schon mal in die Karten schauen.

Garmisch-Partenkirchen – Einiges deutet daraufhin, dass die großen Favoriten für die Kommunalwahl im März 2020 Frauen sind. Eine Umfrage bei den Parteien und Gruppierungen, die derzeit im Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat vertreten sind, ergab ein Stimmungsbild, das darauf schließen lässt. Womöglich tritt Amtsinhaberin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) wieder an. Herausfordern könnten sie Elisabeth Koch (CSU), Daniela Bittner (CSB) und Lilian Edenhofer, die neue Ortsvorsitzende der Freien Wähler. Als Männer, die mit dem Gedanken spielen, ihren Hut in den Ring werfen, werden Andreas Wieland (CSB), der derzeitige Vize-Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU), der Grüne Dr. Stephan Thiel sowie FDP-Mann Martin Schröter gehandelt. Die Bayernpartei, für die 2014 Andreas Grasegger kandidiert hatte, will keinen eignen Bewerber ins Rennen schicken. Offen ist noch, was die AfD plant. Dass die Alternative für Deutschland, die in Garmisch-Partenkirchen bislang keinen Ortsverband gegründet hat, 2020 ebenfalls um die Gunst der Wähler in Garmisch-Partenkirchen buhlen wird, gilt als sicher.

SPD

Der Gesichtsausdruck von Dr. Sigrid Meierhofer hatte etwas Sibyllinisches. Damit konterte die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen die Frage, ob sie gedenke, im März 2020 für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. „Die Antwort erhalten Sie heuer irgendwann im Herbst“, sagt sie. Man dürfe sich nicht zu früh in die Karten schauen lassen. Meierhofer zeigt sich verschlossen wie eine Auster. Selbst wer häufig mit ihr zu tun hat, dem gelingt es nur ganz selten, hinter ihre Fassade zu blicken. Ein kleines Indiz, dass sie sich zum Weitermachen entschließen könnte: Meierhofer hat zahlreiche Projekte, die ihr am Herzen liegen, angeschoben. Sie ist kein Mensch, der auf halber Strecke Dinge anderen überlässt, damit sie die Früchte ihrer Arbeit ernten. Macht es da nicht Sinn, diese zu Ende zu bringen? „Da mögen Sie recht haben“, meint sie ausweichend. Wieder erscheint ihr sphinxhaftes Lächeln, als habe sie schon zuviel verraten.

CSU

Als stärkste Partei im Gemeinderat hat die CSU den natürlichen Anspruch, in Garmisch-Partenkirchen auch das Gemeindeoberhaupt zu stellen, wie es zwischen 1978 und 2008 üblich war. Nicht an den Hebeln der Macht zu sitzen, widerspricht dem Selbstverständnis der Christsozialen. Die Fraktionsvorsitzende Elisabeth Koch hat sich von Beginn der Periode als Gegenspielerin von Meierhofer in Stellung gebracht. Die Anwältin lässt keine Gelegenheit aus, das zu demonstrieren. Ihre Ambitionen sind ganz offensichtlich. Kenner des Garmisch-Partenkirchner Politbetriebs sind von ihrer Kandidatur überzeugt. Lautsprecherin Koch, in der CSU für die Abteilung Attacke verantwortlich, ziert sich mit klaren Aussagen. „Ich habe für mich eine Entscheidung getroffen. Diese werde ich erst meiner Partei mitteilen, ehe ich sie der Öffentlichkeit bekannt gebe.“ Noch zugeknöpfter gibt sich Wolfgang Bauer. Der Vize-Bürgermeister gilt als innerparteilicher Rivale Kochs. Schon zweimal hatte er sich um das höchste Amt im Ort beworben, zweimal war er gescheitert. Er verweist darauf, dass erst im Herbst 2019 die CSU-Aufstellungsversammlung ansteht. „Ich werde mich zum gegebenen Zeitpunkt äußern.“ Vor einem Duell gegen Bauer scheut sich Koch nicht. „Das ist Demokratie.“ 2002 hatten sich drei Christsoziale um das Bürgermeisteramt beworben. Den Ausscheidungskampf hatte damals Thomas Schmid zu seinen Gunsten entscheiden.

CSB

Beim Christlich Sozialen Bündnis könnte schon im kommenden Monat eine Entscheidung fallen. CSB-Vorsitzender Andreas Wieland und Daniela Bittner, unter Thomas Schmid Zweite Bürgermeisterin, haben sich bis März Bedenkzeit erbeten. Laut Wieland müssen Bittner und er noch berufliche und familiäre Dingen klären, ehe sie sich pro oder contra Kandidatur entscheiden. Selbst aus der Verlosung hat sich Claudia Zolk genommen. „Für mich kommt das nicht in Frage.“ Das Amt der Bürgermeisterin sei ein Fulltime-Job, „dafür sind meine Kinder noch zu klein“.

Freie Wähler

Ein Umbruch steht für die Freien Wähler an, lange Zeit die zweite politische Kraft in Garmisch-Partenkichen. Insider behaupten, Florian Möckl, der 2014 Spitzenkandidat gewesen war, werde sich nicht einmal mehr für den Gemeinderat aufstellen lassen, nachdem er vor etlichen Monaten den Vorsitz der Freien Wähler an Lilian Edenhofer verloren hatte. Dem Vernehmen nach sollen sich auch Josef Angelbauer und Peppi Braun mit Abschiedsgedanken tragen. Bleibt nur noch Edenhofer, die von Florian Streibl, dem Fraktionsvorsitzenden des Freien im Bayerischen Landtag, protegiert wird. „Mit der Möglichkeit einer Bürgermeisterkandidatur habe ich mich noch nicht beschäftigt. Das kommt für mich zum jetzigen Zeitpunkt zu früh.“ Edenhofer besitzt indes Wahlkampferfahrung. 2017 bewarb sie sich um einen Sitz im Bundestag, 2018 wollte sie ins Maximilianeum einziehen. Beide Male scheiterte sie.

Bündnis 90/Die Grünen

„Vorstellen kann ich mir viel“, sagt Dr. Stephan Thiel, konfrontiert man ihn mit einer möglichen Bewerbung um das Bürgermeisteramt. „Mehr will ich dazu nicht sagen.“ Der Physiker genießt höchstes Ansehen ob seines fundierten Wissens und seines Umgangs mit den Kollegen. Und er ist das Gesicht der Grünen, die sich bayernweit und auch in Garmisch-Partenkirchen im Aufwind befinden. Der Ortsverband könnte schon im März entscheiden, wer Spitzenkandidat wird. Viele Alternativen für Thiel gibt es nicht.

FDP

Das ist ein klares Statement. „Wenn die Mitglieder das wollen, werde ich es machen“, sagt Martin Schröter. Die Aufstellungsversammlung der Freien Demokraten ist Schröter zufolge für Mai geplant. Schröter ist ein Mann, der polarisiert. Es gibt Teile der Bevölkerung, die den Vize-Botschafter der deutschen Vertretung in Luxemburg für einen halten, der sich um ihre Belange kümmert, der größte Teil seiner Kollegen im Gemeinderat schimpft ihn einen Populisten, weil er auf jeden Zug aufspringt, der ihm Öffentlichkeit verspricht. Allerdings war Schröter in den vergangenen Jahren auch der einzige, der den Liberalen im Ort Stimme gegeben und Gehör verschafft hat.

Bayernpartei

Das ist eine kleine Sensation: Die Bayernpartei wird ohne eigenen Bewerber um den Bürgermeisterposten den Kommunalwahlkampf aufnehmen. „Wir haben keinen geeigneten Mann gefunden“, sagt Andreas Grasegger, der 2014 angetreten war. Die Bayernpartei will hingegen den Kandidaten einer anderen Partei unterstützen. Um wen es sich handelt? Grasegger macht daraus ein großes Geheimnis. „Das darf ich noch nicht sagen.“ Fest steht allerdings, dass Grasegger und sein Kollege Hubert Filser sich erneut um einen Sitz im Gemeinderat bemühen werden.

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