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Aufgabenbereich deckt sich

Absurde Konstellation am Alpenrand: Konkurrieren Bundes- und Grenzpolizei künftig miteinander?

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    Manuela Schauer
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Die Fahnder in Murnau heißen seit dem 1. Juli Grenzpolizei. Sie beackern jetzt das identische Aufgabengebiet wie die Bundespolizei, die in Garmisch-Partenkirchen ein Revier aufbaut. Ein Problem?

Landkreis – Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe. Bisher sorgte sowohl die Bundespolizei im grenznahen Raum für Sicherheit als auch die Schleierfahnder der Landespolizei. Die tun das auch weiterhin – nur unter neuem Namen. Die bisherige Polizeiinspektion Fahndung mit Sitz in Murnau an der Barbarastraße 9 operiert von dort aus seit dem 1. Juli als Grenzpolizeiinspektion Murnau gegen Schmuggler, Einbrecher und natürlich Schleuser und illegale Einwanderer. Ihr Aufgabengebiet überschneidet sich mit dem der Bundespolizei, die seit Jahren die Grenzsicherung betreibt. „Es wird spannend, wie die Aufgaben der Grenzpolizei und der Bundespolizei aufgeteilt werden,“ sagt Thomas Holzer, Leiter der Inspektion Mittenwald, vor einiger Zeit im Rahmen des Sicherheitsgesprächs im Mittenwalder Gemeinderat, „weil beide das gleiche Feld beackern.“ Seine Einschätzung deckt sich mit der anderer führender Polizeibeamter der Region, die ihre Namen allerdings nicht in der Zeitung lesen wollen. Sie befürchten, „dass man sich gegenseitig Konkurrenz macht“.

Seit Monaten wird nach einem geeigneten Gebäude gesucht

Reinhard Tomm untersteht die Bundespolizei in Garmisch-Partenkirchen.

Vor allem, da die Bundespolizei in Zukunft im Landkreis Garmisch-Partenkirchen enorm aufrüsten wird. Mehr als 60 Beamte sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre in der Station in Garmisch-Partenkirchen Dienst schieben. Sie wird der Bundespolizei-Inspektion in Rosenheim zugeordnet, deren Chef Reinhard Tomm ist. Die kleine Bundespolizei-Dependance, die in Mittenwald besteht, wird dann aufgelöst. Zu Tomm hatte Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD), die sich stark dafür eingesetzt hatte, dass die Bundespolizei in den Markt kommt, stets Kontakt. Mit Tomm war sie erstmals während des G7-Gipfels 2015 ins Gespräch gekommen und hatte den Faden nie abreißen lassen.

Als größtes Problem für die Bundespolizei erweist sich in Garmisch-Partenkirchen die Standortsuche. Im Auftrag des Innenministeriums forscht die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) seit Monaten nach einem geeigneten Gebäude. „Das Ergebnis des Erkundungsverfahrens steht noch aus, so dass es derzeit nicht möglich ist, eine abschließende Aussage zu treffen, auf welcher Liegenschaft die Unterbringung des Reviers am wirtschaftlichsten erfolgen kann oder ob ein Neubau notwendig ist“, teilt Matthias Knott, Pressesprecher der Bundespolizeidirektion München, auf Tagblatt-Anfrage mit. Auf der Besichtigungstour standen in der Vergangenheit das Geiger-Gebäude, in dem während des G7-Gipfels der Führungsstab der Polizei untergebracht war, die Artillery-Kaserne und das Abrams-Gelände. Auch einen Standort in Bahnhofsnähe hatten die Experten ins Auge gefasst. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, konzentriert sich das Interesse der Bundespolizei mittlerweile auf den Parkplatz vor dem Abrams. Weil die Zeit drängt, soll als Übergangslösung auf dem Areal ein Revier aus Modulen entstehen, die hochwertiger sind als Container.

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