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Das alte Zollamt an der Parkstraße muss Wohnungen für bedürftige Senioren weichen.

Verkauf an LongLeif abgesegnet

Garmisch-Partenkirchen macht den Weg frei für Senioren-Wohnungen

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Der erste Schritt ist getan: Die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen verkauft das ehemalige Zollamt an der Parkstraße an die gemeinnützige LongLeif GaPa gGmbH.

Garmisch-Partenkirchen – Ein Zentrum für Senioren soll im alten Finanzamt und früheren Zollhaus entstehen. Eine gute Idee, die lange reifte, für deren Umsetzung jedoch erst einmal etliche Hürden aus dem Weg zu räumen waren. Vor allem das Stiftungsrecht, das deutsche und das Schweizer, machten der Marktgemeinde das Leben ziemlich schwer. Das Ganze wird schließlich aus dem Nachlass von Ingeborg und Günter Leifheit realisiert, die mit Teppichkehrern, Bodenwischern und anderen Haushaltsgeräten ein Vermögen gemacht hatten. Davon wollten sie alten Menschen in ihrer Wahlheimat Garmisch-Partenkirchen etwas Gutes tun – und hinterließen dem Markt Millionen.

Mit der Gründung der gemeinnützigen LongLeif GaPa gGmbH war der entscheidende Schritt getan. Diese kauft nun das Areal an der Parkstraße 2 von der Gemeinde, um dort einen Wohntrakt zu verwirklichen. Dem Vernehmen nach fließen dafür 700 000 Euro. „Den Grundstückswert hat der Gutachterausschuss ermittelt“, erklärte Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) im Gemeinderat. Dieser segnete den Verkauf einhellig ab.

Somit steht dem Bauvorhaben nichts mehr im Weg. „Der Architekten-Wettbewerb läuft schon“, betonte Meierhofer. Und zwar nicht nur für das 827 Quadratmeter große Areal an der Parkstraße, sondern auch für das alte Finanzamt, das unter Denkmalschutz steht. Um dort einen Treffpunkt für Senioren inklusive umfassendem Beratungsangebot unterzubringen, muss der Bestand umfangreich saniert und umgebaut werden.

Es tut sich also etwas, nach Jahren des Wartens. Schon 2013 hatte sich der Markt das alte Zollamt gesichert. Etwas über eine halbe Million Euro bezahlte die Gemeinde damals dafür. Zunächst war vorgesehen, die Verwaltung von GaPa-Tourismus dort unterzubringen. Sollte die Entscheidung über die Zukunft des Kongresshauses aber ein anderes Ergebnis bringen als erwartet, „haben wir ein Reserve-Grundstück, das ist ganz vernünftig“, erklärte der damalige Bürgermeister Thomas Schmid (CSB). Mit dem Kauf des alten Finanzamts aus Leifheit-Mitteln kam genau das zum Tragen.

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