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Mit Ziegenmilch füttert die Tierheim-Mitarbeiterin das verwaiste Gamskitz.

Mountainbiker hörte Klagelaute

Muttertier verfängt sich im Zaun und stirbt: Gamskitz findet neues Zuhause

Wie rührend: Nach dem Tod seiner Mutter ist ein Gamskitz nun in guten Händen - und wurde mit der Flasche gefüttert.

Garmisch-PartenkirchenKlagelaute haben am  Pfingstsonntag einen Mountainbikefahrer im Kreuzeckgebiet aufgeschreckt. Er ging der Sache nach und entdeckte eine tote Gams, die sich mit den Krucken in einem Zaun verfangen hatte – neben ihr ein verzweifelt rufendes Gamskitz. Daraufhin verständigte der Mann eine Verwandte, die ehrenamtlich im Tierschutzverein mitarbeitet und mit dem Auto auf den Berg fuhr. „Gemeinsam gelang es ihnen, das Kitz einzufangen“, berichtet Tessy Lödermann, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Das Tierheim in der Schmalenau erklärte sich sofort bereit, das erst wenige Tage alte Kitz aufzunehmen.

Hat sich im Zaun verfangen: die Mutter des Jungtiers.

Als dieses am frühen Abend eintraf, stand bereits frische Ziegenmilch aus dem Ortsteil Partenkirchen bereit, und das Tierkind bekam von Mitarbeiterin Eva sofort die Flasche. Da es alle drei Stunden versorgt werden musste, nahm Lödermann es über Nacht mit nach Hause. Sie verständigte auch den zuständigen Revierbetreuer, dass es in ihrer Obhut ist.

Am Folgetag brachte sie das Kitz zu einem befreundeten Berufsjäger, der mit seiner Frau große Erfahrungen in der Aufzucht von Wildtieren hat. Nun hoffen alle Beteiligten, dass die kleine Gams am Leben bleibt und dann in einem schönen Bergrevier ausgewildert werden kann. Lödermann bittet in diesem Zusammenhang alle Naturfreunde und Hundebesitzer, Rücksicht auf die Wildtiere zu nehmen. Kann es doch durchaus sein, dass die Gamsmutter von Menschen oder einem Hund in den Zaun gejagt wurde.  

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