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Will über das weitere Vorgehen in der Causa Zitzmann beraten: Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer.

Der Fall Zitzmann

„Rote Linie überschritten“

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Das Landratsamt widerspricht Aussagen, die Max Zitzmann, Inhaber des Spielwarengeschäfts, in einer Anzeige gemacht hat. Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer sieht eine „rote Linie überschritten“.

Garmisch-Partenkirchen – Die halbe Anzeigen-Seite, die Spielwaren Zitzmann in der Tagblatt-Ausgabe vom 7. Juli unter der Überschrift „Die alternativen Fakten des Rathauses im Fall Zitzmann“ geschaltet hatte, schlägt hohe Wellen – im Rathaus und im Landratsamt. Die Kreisbehörde sieht sich gezwungen zu reagieren, weil Zitzmann behauptet „die Aufsichtsbeschwerden des Unternehmens Anfang 2016 und ganz aktuell Mitte 2017 hatten Erfolg und erhielten Zuspruch von der Rechtsaufsicht des Landratsamtes. Reagiert hat das Rathaus bisher jedoch nicht“. In einer Stellungnahme widerspricht Stephan Scharf, der Sprecher des Landratsamts, der Darstellung Zitzmanns entschieden. Scharf schreibt: „Diese Behauptungen sind falsch! Die Rechtsaufsicht hat in keinem Fall die von der Firma gerügten Rechtsverstöße bestätigt und deshalb auch keinen Anlass für ein rechtsaufsichtliches Einschreiten gegen den Markt Garmisch-Partenkirchen gesehen.“

Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) sagt, dass nach Zitzmanns Vorpreschen nun „eine rote Linie überschritten ist“. Sie will sich heute mit der Verwaltung zusammensetzen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Im Clinch liegen Inhaber Max Zitzmann und der Markt schon mehr zwei Jahre. Das Gebäude am Richard-Strauss-Platz 2, in dem das Spielwaren-Geschäft seit Jahrzehnten beheimatet ist, gehört der Gemeinde. Der Mietvertrag ist gekündigt und endet am 31. Dezember 2017, weil die Räume für die Tourist-Info benötigt werden (wir berichteten). Zitzmann will aber nicht weichen und hat ein Bürgerbegehren initiiert, damit er sein Unternehmen am jetzigen Standort fortführen kann. Er benötigt dazu 1750 Unterschriften. Ende vergangener Woche sollen es laut Zitzmann bereits mehr als 1600 gewesen sein. „Wir machen weiter, bis wir über 2000 haben“, sagt er.

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