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Der RVO hat den Landkreisen der Region 17 einen Vorschlag unterbreitet. 

Kosten halten sich in Grenzen

Neues Angebot der RVO: Schüler im Oberland könnten davon profitieren

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Gratis im Bus-Netz der Region 17 herumfahren: Das ist für Schüler aus dem Landkreis vielleicht bald möglich. Vorausgesetzt der Kreistag willigt ein.

Landkreis– Vom Wohnort bis zur Schule – für diese Strecke gelten die üblichen Fahrkarten des Regionalverkehr Oberbayern (RVO). Nach zahlreichen Gesprächen mit den Landkreisen im Oberland hat das Unternehmen nun ein neues Angebot geschnitzt: das „Oberlandler Schülerticket“. Ob sich der Landkreis Garmisch-Partenkirchen daran beteiligt, wird sich noch zeigen. Der Kreistag muss erst darüber entscheiden. Der Umweltausschuss jedenfalls begrüßte das Projekt bereits, alle Mitglieder stimmten ihm zu.

Konkret geplant ist, dass die Buben und Mädchen – ohne Altersbeschränkung – an Schultagen ab 9 Uhr sowie an Wochenenden und in den Ferien ganztags auf allen Linien des RVO in der Region 17 kostenlos fahren dürfen. Das heißt, sie können gratis und grenzübergreifend in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Miesbach und – bei positivem Beschluss – in Garmisch-Partenkirchen verkehren. Nur Bad Tölz-Wolfratshausen macht bislang nicht mit. Das Projekt kollidiert mit dem Vorhaben, dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) beizutreten, teilte Stefanie Hager vom Sachgebiet Öffentliche Sicherheit mit, die den Bereich Öffentlicher Personennahverkehr betreut.

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Vize-Landrat Martin Wohlketzetter (SPD), der die Sitzung leitete, machte den Vorteil des Angebots deutlich: „Es können alle Schüler nutzen, nicht nur die, die die RVO-Karte haben.“ Also auch die Jugendlichen, die den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad bestreiten. Diese müssen lediglich beim Busfahrer einen gültigen Schülerausweis vorzeigen und ein „Null Euro Monats-Ticket“ erwerben. Gleichzeitig besteht Wohlketzetter zufolge die Möglichkeit, nach ein paar Monaten zu prüfen, wie sich das Ganze entwickelt und gegebenenfalls nachzutarocken. Zudem könne der Vertrag jährlich gekündigt werden.

Wie bringt man die drei Verkehrsgesellschaften unter einen Hut?

Die Kosten für das Ticket halten sich in Grenzen. Für alle Schüler mit RVO-Karte fallen im Jahr 10 250 Euro an, für jede verkaufte Oberlandler Monatskarte 11 Euro. Damit die Summe nicht aus dem Ruder läuft, wird zur Absicherung der Landkreise „ein Deckelbetrag von 10 000 Euro jährlich eingeführt“, erläuterte Hager. Maximal müsste der Kreis also 20 250 Euro im Jahr berappen.

Zu berücksichtigen ist allerdings, dass im hiesigen Landkreis drei Verkehrsunternehmen im ÖPNV fahren – die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen, die Eibsee Verkehrsgesellschaft (EVG) und als Unterstützung der RVO. Ein Gespräch zwischen den Vertretern hat bereits ergeben, dass sich eine Lösung mit allen Unternehmen schwierig darstellt. Sie seien jedoch zu weiteren Gesprächen bereit, berichtete Wohlketzetter.

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Im Gremium stieß der Vorschlag durch die Bank auf Zuspruch. „Das ist eine gute und eine wichtige Sache“, betonte Hannes Biehler (CSU). Dem schloss sich Tessy Lödermann (Bündnis 90/Grüne) an, fügte aber hinzu, dass das Projekt beworben und die Eltern sowie Schüler in Kenntnis gesetzt werden müssen. Bereits weit im Vorfeld der Sitzung hatten sich die Mitglieder der ÖPNV-Kommission wie auch das Jugendamt für das neue Ticket ausgesprochen.

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