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Dank Schneekanonen und Schnee-Laster: Neujahrsskispringen findet statt

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Garmisch-Partenkirchen: Neujahrsskispringen findet statt dank Schneekanonen und Lkw
Liefern täglich den Schnee für das Neujahrsskispringen ins Olympia-Skistadion: Lastwagen, die am Eisstadion bereitstehen. © Kraus

Das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen finden statt. Per Lkw und Schneekanonen konnte genug Schnee herangeschafft werden. In Oberstdorf ist die Lage prekärer.

Garmisch-Partenkirchen – Die wenigen kalten Nächte Anfang und Mitte Dezember sind der Rettungsanker für das Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen gewesen. In diesen frostigen Tagen am 3. und 4. sowie am 10. Dezember wurde die weiße Pracht mit den Schneekanonen künstlich erzeugt. „Wir haben eine gute Grundpräparation. Die Schanze und der Schanzentisch sind fertig, wir müssen nur noch ein bisschen nachbessern“, erklärt Michael Maurer.

Wenige kalte Nächte im Dezember: SC Garmisch-Partenkirchen hat genug Schnee produziert

Der Chef vom Organisationskomitée (OK) Neujahrsspringen verspricht: „Es schaut gut aus. Wir sind gerüstet.“ In den nächsten Tagen stehen der Schanzenerhalt und die künstliche Schneeerzeugung für die Verantwortlichen des SC Partenkirchen, der das Skispringen ausrichtet, an erster Stelle. 

Neujahrsspringen: Schneekanonen und Laster im Einsatz

Bis zu sechs Schneekanonen sind im Stadion positioniert. Zusätzlich stehen am Eisstadion zehn Lastwagen bereit, die den Schnee ins Stadion liefern. Derzeit bringen ihn die Laster an die Ostseite im Innenbereichs des Stadions. „Zur Not müssen wir den Schnee halt herfahren“, sagt der 48-Jährige und lacht. 

Oberstdorf Lage problematischer: Vierschanzentournee am 29. Dezember

Es sind weiter warme Temperaturen angesagt – die Laster werden auch in den kommenden Tagen anliefern. Dabei sieht es in Garmisch-Partenkirchen besser aus als in Oberstdorf. Dort beginnt die Vierschanzentournee am 29. Dezember und die Verantwortlichen hätten mit dem Schneemangel gewaltige Probleme, berichtet Maurer.

+++ Auch die Skigebiete in Bayern leiden unter Regen und Föhnwetter. Die Skigebiete nahe München können nur einen sehr eingeschränkten Betrieb aufrechterhalten. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen haben einige Skigebiete geöffnet. +++

Schanze in Garmisch-Partenkirchen: Training abgesagt

Abgesagt werden musste in Garmisch-Partenkirchen das Training des deutschen B-Kaders am 27. Dezember – die Präparation von Schanze und Stadion steht im Vordergrund. Schwierigkeiten bereitete den Organisatoren im Vorfeld das Föhnwetter und der Regen, der die „Viskosität im Schnee reduziert“, erklärt Maurer, der Präsident des SC Partenkirchen ist. Denn die Schneeauflage im Stadion muss 25 Zentimeter betragen, „das ist Vorschrift“. Mit den kleinen Pistenraupen werde das noch nachreguliert. 

Positives vermeldet in diesem Zusammenhang Hannes Krätz. Die Aufstellfläche für die Zuschauer im Stadion wurde betoniert. „Da brauchen wir keinen Schnee mehr“, sagt der Pressechef des Neujahrsspringens. Die Einsparung nur an der Zuschauerfläche betrage etwa 1000 Kubikmeter, schätzt er.

Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen: Veranstalter mit Zukunftsidee

Wie die Schwierigkeiten einer geeigneten Schneedecke in den kommenden Jahren besser in den Griff zu kriegen sind – „da habe ich eine Zukunftsidee“, betont der OK-Chef. Per Spezialgerät solle der Schnee vom Gudiberg ins Skistadion transportiert werden. Maurer denkt an eine Raupe mit Anhänger und Fräse oder an ein Rutschensystem. Generell hat der SC Partenkirchen jedenfalls ein prächtiges Team beisammen. „Es geht aus eigener Kraft, wir können das Springen selber stemmen.“ Maurer blickt auf sein OK – „300 eigene Leute, Funktionäre, Eltern und Helfer“. Auf Volunteers oder auswärtige Mitarbeiter wie bei anderen Großveranstaltungen üblich sei der SCP nicht angewiesen.

Eine weitere freudige Nachricht: „Der Kartenvorverkauf verläuft sensationell“, ist Maurer begeistert. Sitzplätze und VIP-Bereich seien schon ausverkauft, ebenso die meisten Tribünenränge. Es gibt nur noch Stehplatzkarten. An Neujahr wird das Olympia-Skistadion mit knapp 20 000 Zuschauern ausverkauft sein. Auch sehr positiv sieht der OK-Chef die Entwicklung des Qualifikationsspringens an Silvester. „Früher war das ja nur ein Warm-up, jetzt ist das ein Ereignis.“ Denn die Qualifikationsdurchgänge sind mittlerweile auch für die weltbesten Springer verpflichtend. Bis zu 8000 Besucher werden an Silvester an der Großen Olympiaschanze erwartet.

Alexander Kraus

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