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Vorfreude herrscht bei den Organisatoren des Noiseclub-Festivals. 

Gitarrenriffs treffen auf bayerischen Rap

Noiseclub-Festival im Jugendzentrum: Diese Bands treten auf

Viel Musik gibt es wieder beim Noiseclub-Festival in Garmisch-Partenkirchen. Bekannte Bands treten auf. Diesmal allerdings nur an einem Tag.

Garmisch-Partenkirchen – Umsonst und draußen – mit diesen Schlagwörtern wirbt das Noiseclub-Festival um Besucher. Ganze 800 davon werden am Samstag, 18. Mai, erwartet. Beginn ist um 14 Uhr auf dem Gelände des Garmisch-Partenkirchner Jugendzentrums. Im Vergleich zum vergangenen Jahr wurde das musikalische Programm von zwei Tagen auf einen Tag reduziert.

Dafür kommen die Bands so hochkarätig daher, dass Eintrittsgeld durchaus gerechtfertigt wäre. Da sind zum Beispiel die Hip-Hopper Liquid & Maniac, die 2016 mit ihrem Album „Slang Funk Slam Dunk“ für Furore gesorgt haben, in dem sie auf baierischer Mundart rappen. „Die sind sehr angesagt, ich freue mich riesig auf sie“, sagt Andreas Ruf, einer der rund 40 ehrenamtlichen Helfer des Jugendzentrums, das die Veranstaltung organisiert.

Noch über Liquid & Maniac auf dem Festivalplakat, nämlich ganz oben, stehen The Picturebooks. Die Bluesrocker aus Gütersloh spielten schon auf so großen Veranstaltungen wie dem Reeperbahn-Festival und waren im Vorprogramm der schwedischen Punkrock-Veteranen Millencolin zu sehen. Laut Jugendzentrums-Mitarbeiterin Sabine Schmeidel will die Band bei ihrem Auftritt in Garmisch-Partenkirchen besonders umsorgt werden. So müsse das Essen für sie nicht nur gesund, sondern auch vegan zubereitet sein, also gänzlich ohne tierische Produkte.

Kulinarisch und musikalisch bunt gemischt

Pflegeleichter sind die Rosenheimer Burschen von Django S, die eine Mischung aus Rock, Ska und Balkan Beats zum Besten geben. Bei ihnen komme es mit Blick auf das Catering vor allem darauf an, dass das Bier bereitsteht, wie aus dem Kreis der Organisatoren zu hören ist. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Rapper Almächtig, der schon im vergangenen Jahr mit von der Partie gewesen war und der seine ersten musikalischen Gehversuche einst im Proberaum des Garmisch-Partenkirchner Jugendzentrums unternommen hatte. „Der ist dann weggezogen und kommt jetzt als bekannterer Musiker zurück“, sagt Hannes Müller, Helfer der ersten Stunde beim seit 2010 bestehenden Noiseclub-Festival, von dem es auch eine Indoor-Variante im Herbst gibt.

Müller kümmert sich im Vorfeld des Festivals in den Sozialen Medien um die Werbung. Während der Veranstaltung selbst gibt er als „Hanswurst“ den Grillmeister. Für alle, die auf Fleisch verzichten wollen, sind auch Stände mit Falafel und Waffeln vorhanden. Was Getränke angeht, wird es neben dem hauseigenen Angebot des Jugendzentrums auch einen Craft-Beer-Stand geben. An einem weiteren haben Nachwuchsmusiker in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit, Bewerbungen für einen Auftritt bei einer der kommenden Ausgaben des Noiseclub-Festivals einzureichen. „Die meisten von uns spielen selbst in einer Band. Wir wissen, wie geil es ist, auf der Bühne zu stehen“, erzählt Müller.

Das vom Jugendzentrum organisierte Festival richtet sich an Jedermann. Doch wolle man insbesondere jungen Leuten ein attraktives Angebot machen, ergänzt Schmeidel. Denn dieses werde immer seltener. Komplettiert wird das musikalische Programm indes vom Sprechgesang der Lokalmatadore von Spiriz, der Heavy-Metal-Band Stoabüüz aus Mittenwald, den Rock ‘n’ Rollern von Rapid aus München und der Partyband Borderstone, die ebenfalls aus der Landeshauptstadt stammt. Ein genauer zeitlicher Ablauf steht nicht fest.

After-Show ab Mitternacht

Die After-Show-Party des Noiseclub-Festivals beginnt um Mitternacht in den Räumen des Jugendzentrums. Der Eintritt kostet fünf Euro. Das Kontingent ist aus Platzgründen auf 80 Karten begrenzt. 320 Tickets zum Preis von je drei Euro gibt es außerdem für eine erweiterte „Chill-Area“, die ebenfalls um Mitternacht geöffnet wird.

Sven Westbrock

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