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Voraussichtlich Anfang November beginnen die Arbeiten am Wanderweg Vordergraseck. 

Woher nimmt man das Geld?

Potenzielle Lawinengefahr an der Partnachkklamm: Jetzt sollen Netze die Wanderer schützen

Der Hang am Wanderweg zum Vordergraseck ist in Bewegung. Die Gemeinde will nun auf die Situation reagieren. Die Finanzierung sorgte aber für Diskussionen.

Garmisch-Partenkirchen – Vor zwei Jahren rutscht der Hang. Mehr als 300 Kubikmeter Gestein schieben sich hinunter zum Wanderweg Vordergraseck. Eine breite Rinne entsteht, die seither eine potenzielle Lawinen- und Steinschlaggefahr für Wanderer darstellt.

Jetzt musste der Finanzausschuss des Garmisch-Partenkirchner Gemeinderats darüber entscheiden, ob die Maßnahmen zur Lawinen- und Steinschlagsicherung noch 2019 ergriffen werden sollen. Sie werden ergriffen, wie das Gremium einstimmig beschlossen hat. Auf 210 000 Euro werden die Arbeiten geschätzt.

Statt zunächst drei geplanten sollen nun vier Lawinen-Rückhaltenetze montiert werden. Mehrere Meter tief werden dafür Löcher ins Gestein gebohrt, um die Stahlträger samt Ankern mit einem Spezialmörtel zu befestigen, erklärt Rudolf Achtner, der als Abteilungsleiter in der Marktgemeinde für die Partnachklamm verantwortlich zeichnet. Das dafür benötigte Material kommt mit dem Hubschrauber oder per Schreitbagger an die Baustelle. Damit kann die Gemeinde sicherstellen, dass der Wanderweg ganzjährig geöffnet bleiben kann. „Der Rundwanderweg um die Partnachklamm ist immens wichtig – insbesondere für die Gasthöfe und Hotels“, erläutert Achtner die Bedeutung der Sicherungsmaßnahme.

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Zu Diskussionen kam es im Ausschuss, als es um die Finanzierung ging. Woher soll das Geld genommen werden? Auf keinen Fall von den im Haushalt geplanten Investitionen in der Gröbenschule, die im dritten Bauabschnitt liegt. „Dann nehmen wir das aus den Rücklagen, aber wir müssen es noch in diesem Jahr umsetzen“, mahnte Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). Schließlich einigte man sich darauf, den Betrag aus der nicht umgesetzten neuen Lagerhalle am Gudiberg zu nehmen.

Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Bauausschuss Mitte Oktober könne ab 4. November mit den Arbeiten begonnen werden, sagt Achtner. Eine Firma, die das Projekt noch dieses Jahr realisieren kann, hat er bereits im Auge. „Wenn alles glatt läuft, sind die Netze innerhalb von drei Wochen installiert.“

Thomas Karsch

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