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Der Schulbetrieb am Werdenfels-Gymnasium läuft nach dem nächtlichen Feuerwehreinsatz ganz normal weiter. 

Turnhalle für Vereine vorerst gesperrt

Putzfrau entdeckt Brand im Werdenfels-Gymnasium in Garmisch-Partenkirchen

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Es brennt im Werdenfels-Gymnasium – eine Schreckensmeldung. Sie hat die Feuerwehr Partenkirchen in der Nacht auf Freitag erreicht. Glücklicherweise hält sich der Schaden in Grenzen. Doch müssen etwa 20 Vereine vorerst auf ihr Training verzichten.

Garmisch-Partenkirchen – Viel hat die zuständige Mitarbeiterin im Landratsamt am Freitagvormittag telefoniert. Es hat eine Weile gedauert, bis sie alle Trainer erreicht hatte. Mittags dann war’s erledigt. „Alle wissen Bescheid“, sagte Behördensprecher Stephan Scharf. Alle also hatten die schlechte Nachricht erhalten: Bis auf Weiteres können sie die Turnhalle im Werdenfels-Gymnasium nicht benutzen. Etwa 20 Vereine sind betroffen. In der Nacht auf Freitag hatte es dort gebrannt. Nicht schlimm, nicht lange, keiner wurde verletzt. Das Feuer, die Hitze und der Qualm hatten jedoch genug Schaden angerichtet, um die Notstromversorgung außer Kraft zu setzen. Nach Einbruch der Dunkelheit jemanden ins Schulgebäude beziehungsweise für das Training in die Halle zu lassen, wäre nicht zu verantworten. Denn in einem Notfall würden beispielsweise auch die Fluchtwege nicht mehr beleuchtet werden.

Mit Glück wurde der Brand früh entdeckt. Noch bevor er richtig ausbrach. Einer Putzfrau sei Dank.

Gegen 1 Uhr morgens rückt Feuerwehr Partenkirchen aus

Der Rauchmelder war noch gar nicht angesprungen, da hatte sie bereits die Feuerwehr alarmiert. Gegen 1 Uhr morgens rückten die Partenkirchner mit mehreren Fahrzeugen an, die Polizei kam hinzu. Aus dem Lüftungsgitter quoll der Rauch. Die Quelle war schnell gefunden: Eine Batterie im Technikraum hatte zu kokeln begonnen, Gymnasiums-Direktor Tobias Schürmer spricht von einem Schwelbrand. Schnell hatten ihn die Kräfte unter Kontrolle. Nach etwa eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet. Den Schaden schätzt die Polizei auf 10 000 Euro.

Über eine Summe will Markus Strauß nicht spekulieren. Am Freitagmorgen machte sich der Sicherheitsbeauftragte der Schule ein Bild von der Situation. Auch ein Vertreter des Landratsamtes war gekommen, um zu klären, ob ein Schulbetrieb möglich ist. Problemlos, lautete das Urteil. Kein Klassenzimmer, auch nicht die Turnhalle oder die Tiefgarage, sind vom Brand oder von Rauch betroffen. Verkohlt und verrußt ist nur der Technikraum selbst, in dem die defekte Batterie lagerte. Da der Schulbetrieb bei Tageslicht stattfindet, ergeben sich hier keinerlei Einschränkungen, auch der Schulsport findet wie gewohnt statt. Das Nachsehen haben die Handballer, Basketballer, Badmintonspieler und die vielen anderen Mannschaften, die vorerst auf ihr Training verzichten müssen.

Landratsamt Garmisch-Partenkirchen will Turnhalle so schnell wie möglich wieder freigeben

So schnell wie möglich will das Landratsamt Halle und Tiefgarage wieder freigeben. „Wir arbeiten daran“, verspricht Scharf. Mit Handwerker habe man bereits Kontakt aufgenommen, damit die Notstromversorgung wieder hergestellt wird. Wie lange es dauert – der Behördensprecher wagt keine Prognose. Vorsorglich haben die Verantwortlichen das Gymnasium nach Schulbetrieb bis einschließlich Freitag, 5. Oktober, gesperrt. Sollte man früher eine Lösung finden – worauf Scharf hofft –, wird das Landratsamt wieder alle Trainer anrufen. Dann mit einer guten Nachricht.

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