Ein Vogel auf Wanderschaft: Dieser bemalte Stein liegt seit drei Wochen vor dem Riessersee-Hotel.
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Ein Vogel auf Wanderschaft: Dieser bemalte Stein liegt seit drei Wochen vor dem Riessersee-Hotel.

Hotel-Mitarbeiterin macht Vorschlag

Mutmacher-Steine müssen weg: Jetzt gibt‘s eine Rettungsaktion

  • Josef Hornsteiner
    vonJosef Hornsteiner
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Sie zieren die Wegesränder und verbreiten Mut, Freude und Hoffnung in Corona-Zeiten. Doch jetzt müssen die bunt-bemalten Steine entfernt werden. Ein neues Zuhause für sie scheint bereits gefunden zu sein. 

Garmisch-Partenkirchen – Den ersten Stein am Riessersee Hotel Resort entdeckte Martina Sand vor gut drei Wochen. Recht versteckt lag er plötzlich in einem der zahlreichen Blumenkästen. Er zeigt einen süßen, etwas dicklichen Vogel mit Wanderrucksack, der im Grünen genüsslich spaziert. Die Direktionsassistentin freute sich. Ihr gefällt die Aktion mit den Steinschlangen, die vielerorts in der Coronakrise ins Leben gerufen worden war.

Als sie im Tagblatt las, dass diese bunt bemalten Steine, die oft noch einen netten Spruch tragen, die Arbeit des Bauhofs Garmisch-Partenkirchen behindern und deren Mähmaschinen beschädigen könnten, hatte Sand eine Idee. Sie will helfen und diese kleinen Erinnerungsstücke aus Corona-Zeiten vor deren uncharmanter Entsorgung retten. „Platz haben wir auf unserem Gelände genügend“, versichert sie. Sie bietet deshalb an, die Schlangen auf dem Kapellenweg am Hotel zu platzieren. Dieser führt vom Rießersee-Fußweg unterhalb an den Bahngleisen hinauf zum Hotel und ist für jedermann zugänglich. „Die Strecke betreuen wir, deshalb können die Steine da liegen bleiben und gehen nicht im Weg um.“

Bitte: Steine nicht an den See legen

Mit der Aktion könnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Die oftmals jungen Stein-Künstler können ihre Kunstwerke auch weiterhin gut sichtbar und in Erinnerung an die schwierige Zeit platzieren. Gleichzeitig unterstützt sie damit die Bauhof-Mitarbeiter, die ansonsten die Unmengen an teils schweren Brocken aufwendig hätten abtransportieren müssen.

Ihr Angebot schickte sie auch an die Gemeinde. „Der Bauhof könnte die Steine doch direkt vorbeibringen“, schlägt Sand vor. Nur eine Bitte hat sie an die privaten Bringer: „Legt sie bitte nicht an den See, auch wenn sie dort schön aussehen. Dort könnte es passieren, dass sie in wenigen Wochen wieder weg müssen.“  

Mehr zum Thema: Ein Zeichen des Zusammenhalts: Kinder und Erwachsene kreieren eine Steinschlange

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