Wettlauf gegen die Zeit

Brenzlige Situation: Gleitschirmflieger stürzt am Rosswank in Baumgruppe - Rettung extrem schwierig

  • Veronika Mahnkopf
    vonVeronika Mahnkopf
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Eigentlich wollte ein Gleitschirmflieger am Landeplatz Gschwandtnerbauer landen - das ging allerdings schief. Die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen musste den Mann aus einem Baum befreien.

Wie die Bergwacht auf Facebook meldet, war der Flieger am Montagabend in Turbulenzen geraten und im Bereich des Rosswank in eine Baumgruppe gestürzt. Als die Bergwachtler den Mann genau lokalisiert hatten, zogen sie den Hubschrauber Christoph 1 aus München hinzu. 

Der Einsatz war erschwert, weil bis zum Eintritt der Dunkelheit nicht mehr viel Zeit blieb. Außerdem hatte der Flieger seinen Notschirm geöffnet, was die Rettung zusätzlich erschwerte. 

Zunächst versuchten die Einsatzkräfte, den Flieger per Kapa-Bergeverfahren - ein Retter wird abgewincht (abgeseilt) und nimmt den Patienten direkt auf - aus dem Baum zu befreien. Weil der Notschirm nach unten hing, war das unmöglich. Durch den Abwind des Hubschrauberrotors bestand die Gefahr, dass der Mann in die Tiefe gezogen wird. 

Die beiden Bergwachtler an Bord wurden deshalb etwas Abseits abgesetzt und machten sich umgehend daran, den Patienten per Baumbergeverfahren zu retten. Zwischenzeitlich wurden drei weitere Einsatzkräfte zum Unfallort geflogen, um einen schnelleren Ablauf zu gewährleisten und im Falle einer Bergung zu Fuß zu unterstützen.

Durch die laut Bergwacht sehr gute Zusammenarbeit mit der Helikoptercrew war dies allerdings nicht nötig und alle Einsatzkräfte kamen noch bei Tageslicht wieder ins Tal. Der Einsatz endete gegen 22.30 Uhr. Über den Gesundheitszustand des Gleitschirmfliegers ist derzeit nichts bekannt.

sta

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Rubriklistenbild: © Bergwacht Garmisch-Partenkirchen

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