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Im früheren General-Abrams-Komplex in Garmisch-Partenkirchen werden ab Samstagfrüh rund 300 Flüchtlinge vorübergehend eine Heimat finden.

Am Samstag in Garmisch erwartet

300 Flüchtlinge sollen in ehemaliges Hotel

  • Matthias Holzapfel
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Garmisch-Partenkirchen - Im Markt Garmisch-Partenkirchen sollen am Wochenende rund 300 Flüchtlinge ankommen und eine Heimat finden - fast so viele, wie bisher untergebracht sind.

Im Werdenfelser Land laufen die Vorbereitungen für eine gewaltige Hilfsaktion: Mit Bussen sollen am frühen Samstagmorgen rund 300 Flüchtlinge nach Garmisch-Partenkirchen reisen. Sie stammen offenbar aus den oberbayerischen Erstaufnahme-Einrichtungen, die zuletzt aber völlig überbelegt waren. Da am Wochenende ein neuer Flüchtlingsstrom in Bayern erwartet wird, müssen die Behörden nun dringend und schnell handeln. Für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist es die größte Zuteilung: Bisher leben insgesamt rund 350 Asylbewerber in der Region, verteilt auf Garmisch-Partenkirchen, Grainau und Bad Kohlgrub.

Nach Informationen des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts / Murnauer Tagblatts sollen die Flüchtlinge im ehemaligen General-Abrams-Komplex vorübergehend eine Heimat finden. Die leerstehende Liegenschaft hatten die Amerikaner erst Ende Mai an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Früher wohnten auf dem Gelände an der Lazarettstraße vor allem Beschäftigte des Edelweiss Lodge and Ressort. Zuletzt gab es vielfach die Forderung, das Gelände für eine touristische Nutzung zu sichern. Die Schritte dazu hat der Marktgemeinderat eingeleitet.

Die Immobilie war schon einmal für die Unterbringung von Asylbewerbern in die Diskussion geraten: als Alternative zum ehemaligen Partenkirchner Krankenhaus, dem bis vor kurzem leerstehenden Altbau des Seniorenheims St. Vinzenz. Dort sind zwischenzeitlich aber - trotz vieler Proteste von Anliegern - einige Flüchtlinge eingezogen.

Die Nutzung des General-Abrams-Komplexes ist eine Herausforderung: Die Liegenschaft muss erst dafür vorbereitet werden. Nach Informationen des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts / Murnauer Tagblatts ist dazu am Mittwochabend das Bayerische Rote Kreuz im Landkreis Garmisch-Partenkirchen alarmiert worden. Die Ehrenamtlichen sollen die Immobilie bis Samstagfrüh bezugsfertig machen. Ein gewaltiger Einsatz.

Um die rund 350 Flüchtlinge in der Region kümmern sich neben zwei Fachkräften der Caritas auch zahlreiche Ehrenamtliche. Die Asylbewerber zeigen sich dankbar für die Hilfe; vielfach bemühen sie sich um eine rasche Integration.

Die Regierung von Oberbayern will im Laufe des Donnerstag oder Freitag weitere Informationen geben.

Wir berichten bei merkur-online.de sowie in der Samstagsausgabe des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts / Murnauer Tagblatts ausführlich.

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