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Horst Demmelmayr, Vorsitzender des Seniorenbeirats Garmisch-Partenkirchen. 

Kann ein Fahrsimulator helfen?

Seniorenbeirat: Vorsitzender fordert Überprüfung der Fahrtüchtigkeit 

Sehr oft sind bei Verkehrs-Unfällen Menschen im fortgeschrittenen Alter auch die Verursacher. Nun hat der Vorsitzende des Seniorenbeirats Garmisch-Partenkirchen eine Forderung.

Garmisch-Partenkirchen – Jeder will möglichst lange selbstbestimmt mobil sein. Der Seniorenbeirat Garmisch-Partenkirchen hat dazu ein großes Anliegen. „Es soll sich jeder überprüfen, ob er noch in der Lage ist, am Straßenverkehr teilzunehmen“, sagte Horst Demmelmayr in der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirats im Rathaus. Der Vorsitzende präsentierte dem Gremium die Ergebnisse der Verkehrsprävention, die heuer bereits zum zweiten Mal durchgeführt wurde.

Im Grunde geht es bei diesem Projekt darum, dass Senioren erkennen sollen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, auf das Autofahren zu verzichten. Demmelmayr forderte, sich selbstkritisch zu hinterfragen: Bin ich noch fit genug, selber verkehrssicher Auto zu fahren oder tauchen inzwischen erhebliche Bedenken wegen unsicherer oder gefährlicher Fahrweise auf?

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Seniorenbeirat: Simulator sei gutes Mittel, um Fahrtüchtigkeit zu überprüfen.

Im vergangenen Jahr startete der Seniorenbeirat die Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion in Sachen Verkehrsprävention. Den Hauptteil dieser Aktion absolvieren die Teilnehmer an einem Fahrsimulator, den die Verkehrswacht Weilheim zur Verfügung stellt. „Ein sehr gutes Mittel, um die Fahrtüchtigkeit zu überprüfen“, bestätigte auch Karl Otto Kindinger im Seniorenbeirat.

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2018 hatte der Seniorenbeirat eine „super Resonanz“ bei der Verkehrsprävention im Kongresshaus und auf dem Richard-Strauss-Platz. Rund 45 Frauen und Männer machten beim Simulator in diesem Jahr mit. akr

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