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Als Playbacksänger versucht sich Otmar Würl, Direktor des St.-Irmengard-Gymnasiums, bei der Abschlussfeier der Abiturientinnen.

Gute Worte und Wünsche

St.-Irmengard-Abiturientinnen sagen „Abios Amigos“

79 Abiturientinnen des St. Irmengard-Gymnasiums haben bei der Abschlussfeier in der Bayernhalle ihre Zeugnisse erhalten. Schuldirektor Otmar Würl glänzte dabei als Playback-Sänger.

Garmisch-Partenkirchen – „Abios Amigos“ hieß es für die 79 Abiturientinnen des erzbischöflichen St.-Irmengard-Gymnasiums in der Bayernhalle. Die von ihnen gewählte Überschrift für ihre Abschlussfeier diente als Steilvorlage für Schulleiter Otmar Würl. Bekannt für seine ausgefallenen philosophischen Abi-Reden, gelang ihm dieses Mal eine zusätzliche Überraschung, als er zum Gesangsmikrofon griff und den bekannten Schlager „Adios Amigo“ sang. Mit seinem Playback sorgte er für Feierstimmung und gute Laune. „Ich habe in allen Sprachen gegoogelt, es sogar mit Zula versucht und bei friesischen und anderen Dialekten ohne Erfolg nachgeschaut, um Abios zu übersetzen“, meinte Würl. Nach seiner Wortspiel-Erleuchtung, dass Abios ja aus Abi und Adios zusammengesetzt sei und Amigos mit Freunden zu übersetzen ist, schien er sichtlich erleichtert. Philosophische Betrachtungen mit Tiefgang und Augenzwinkern folgten.

Ernst gemeint waren seine Erläuterungen, was eine katholische Schule wie das St.-Irmengard-Gymnasium ausmache. „Hier wird jeder mit Respekt behandelt, Begabungen und Interessen werden gefördert“, betonte er. „Adios heißt aber auch: mit Gott gehen.“ Würl leitete davon ab, dass er seine Abiturientinnen mit Haltung, einem klaren Weltbild und sich der bedingungslosen Liebe Gottes gewiss, jetzt in die Welt schicken könne.

Gute Worte und Wünsche hatten ebenso Landrat Anton Speer (Freie Wähler) und die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Dr. Sigrid Meierhofer (SPD), mitgebracht. Beide machten den Jugendlichen Mut, auch bei Misserfolgen nicht aufzugeben. Der Elternbeiratsvorsitzende Wolfgang Ettl, der nach elf Jahren im Ehrenamt verabschiedet wurde, legte ihnen nahe, dass sie auch künftig Menschenverstand und Herz bei Entscheidungen gebrauchen sollten.

Alle, die sich 2019 den Prüfungen gestellt hatten, haben auch bestanden. Drei Schülerinnen schafften sogar einen Notendurchschnitt von 1,0 (wir berichteten). Viele wurden für ihr soziales Engagement oder besondere fachliche Leistungen mit Preisen ausgezeichnet. Einen Rückblick auf ihre Jahre in St. Irmengard, auf den „Wahnsinn des Schülerdaseins“ gaben Judith Ettl und Larissa Malafronte in ihrer Abi-Rede. „Am 12. September 2017 schockte uns unser Oberstufenbetreuer, Herr Stuprich, als er verkündete: ‚Das Abitur beginnt jetzt‘. Nun können wir ihm sagen: ‚Es endet heute‘“, meinte Malafronte. Ettl bescheinigte ihren hinter ihr sitzenden „Chicas“, die sie mit „ola“ begrüßt hatte, dass es schöne gemeinsame Jahre am Gymnasium waren. „Ein bisschen werden wir alles vermissen, aber jetzt freuen wir uns auf die vor uns liegende spannende Zukunft. Wir sind mehr, als eine Note auf einem Stück Papier“, meinte sie selbstbewusst und bekam dafür viel Applaus.

Das Stück Papier, das Zeugnis, nahmen die 79 dann doch gern von Würl zusammen mit der Rose, die Walter Stuprich überreichte, entgegen. Dazu gab’s die ausgewählte Lieblingsmusik und die nötige Zeit für ein Foto als Erinnerung an einen ganz besonderen Tag.

Margot Schäfer

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