Weitere gefälschte Scheine gefunden

Tankstellen-Mitarbeiterin erkennt falschen Fünfziger 

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Fahndungserfolg dank aufmerksamer Mitarbeiterin: Drei Tatverdächtige sitzen bereits in Untersuchungshaft.  Sie sind in Garmisch-Partenkirchen auf frischer Tat ertappt worden, wie sie mit einer gefälschten Banknote bezahlen wollten.

Andreas Guske lobt das Verhalten der Tankstellen-Mitarbeiterin.

Garmisch-Partenkirchen – Dieser 50-Euro-Schein – er kam der Tankstellen-Mitarbeiterin schon komisch vor. Sie war sich fast sicher: Der ist nicht echt. Das bestätigte ihr das elektronische Prüfgerät an der Kasse. Die zwei Männer und eine Frau hatten ihr eine gefälschte Banknote gegeben. Vor einer Woche, am Donnerstag, 20. April, ereignete sich dieser Vorfall an einer Tankstelle in Garmisch-Partenkirchen. Der aufmerksamen Mitarbeiterin ist es zu verdanken, dass die Polizei schon jetzt einen Ermittlungserfolg verzeichnen kann: Das kroatische Paar und ihr italienischer Begleiter sitzen bereits in Untersuchungshaft.

Als die drei Tatverdächtigen – es handelt sich dabei um eine 43-jährige Frau und einen 40-jährigen Mann mit kroatischer sowie einen 68-jährigen Mann mit italienischer Staatsangehörigkeit – ertappt worden waren, verließen sie sofort die Tankstelle, während die Mitarbeiterin umgehend die örtliche Polizeiinspektion informierte. Eine intensive Fahndung führte innerhalb weniger Minuten in Garmisch-Partenkirchen zur Festnahme der drei mutmaßlichen Betrüger.

Bei deren Kontrolle stellten die Beamten weiteres Falschgeld sicher – noch mehr sollte folgen: Unter Leitung der Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen durchsuchten Beamte eine Wohnung in Garmisch-Partenkirchen. „Auch dort waren falsche 50-Euro-Geldscheine versteckt gelagert“, teilt Andreas Guske, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, mit. „Mehrere“ seien es gewesen, sagt er auf Nachfrage. Wie viele, sagt er aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht.

Diese haben bereits ergeben, dass die Tatverdächtigen in mehreren heimischen Supermärkten und Gastronomiebetrieben mit Falschgeld bezahlt haben. Die Höhe des Schadens lässt sich noch nicht beziffern. „Das wäre nur eine Wasserstandsmeldung.“ Guske ruft weitere Geschädigte und Zeugen auf, sich bei der Polizei zu melden. Das Ausmaß des Betrugs und inwiefern es sich um organisiertes Verbrechen handelt, vermag der Sprecher aktuell daher ebenfalls nicht abzuschätzen. Die weiteren Ermittlungen leitet die Staatsanwaltschaft München I, die für Falschgelddelikte zuständig ist.

Ausdrücklich hebt Polizeisprecher Guske nochmals das umsichtige und schnelle Handeln der Tankstellen-Mitarbeiterin hervor. „Sie hat alles richtig gemacht.“

Zeugen

und weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizei unter Telefon 0 88 21/91 70 zu melden.

Rubriklistenbild: © dpa symbolbild

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