Randaliert hat ein Vandale unter anderem am Bobmuseum. 
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Randaliert hat ein Vandale unter anderem am Bobmuseum. 

Eingeschlagene Fenster, abgerissene Tafeln

Vandale wütet am Bobmuseum und an der Tonihütte

Gleich an mehreren Tagen randalierte ein Mann am Riessersee: Unter anderem schlug er Scheiben im Bobmuseum sowie in der Tonihütte ein. Zudem brachte er wohl auch Verkehrsteilnehmer in Gefahr.

Garmisch-Partenkirchen – Ob Wolfgang Hostmann eher wütend oder traurig ist, kann er am Donnerstag noch nicht genau sagen. „Wohl beides“, meint der rührige Leiter des Garmisch-Partenkirchner Bobmuseums am Riessersee. Innerhalb von vier Tagen hat ein Vandale sich drei Mal an dem ehrwürdigen Gebäude zu schaffen gemacht.

Begonnen hat die Tour der Verwüstung am Sonntag, 3. Mai. Zwei Fensterscheiben schlug der bis dato Unbekannte zwischen 13.30 Uhr und 14 Uhr ein. „Da lagen tausende Glasscherben im Haus“, beschreibt Hostmann die Gewalt, mit welcher der Randalierer vorging. Er flüchtete unbekannterweise.

Tatverdächtiger randaliert an mehreren Tagen

Tags darauf dann der nächste Vandalenakt: die provisorischen Abdeckungen, die Hostmann an die kaputten Fenster angebracht hat, wurde ebenfalls eingeschlagen. Zudem stieg der Täter aufs Dach und verbog das Endstück der Dachrinne. Wieder konnte er unerkannt fliehen. Am Dienstag oder Mittwoch brach der Unbekannte auch noch eine Hinweistafel am Eingang gewaltsam ab.

Die Polizei geht nun davon aus, dass es sich um den gleichen Täter handelt, der vergangenen Sonntag mit dicken Ästen, Steinen, Stahlbleche und Fangnetze eine Forststraße am Kreuzeck blockiert hat (wir berichteten). Bei dieser Tat wurde bekanntlich ein 42-jähriger Garmisch-Partenkirchner beobachtet. Die Polizei hat ein Verfahren gegen den Mann eingeleitet wegen gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr. „Er hat die Gegenstände in einer steilen Kurve positioniert“, beschreibt Markus Lenzenhuber, Betreiber der nahe gelegenen Tonihütte. Auch dort hat vermutlich der gleiche Täter am Wochenende zugeschlagen: „Er hat einen Kindskopf-großen Stein durchs Fenster ins Wohnzimmer geworfen.“

Für ihn und Hostmann ist es weniger der finanzielle Sachschaden, der ihnen Sorgen bereitet. Vielmehr sei für den ehrenamtlichen Museumsleiter und seinem Team die enorme Arbeit, die ihnen dieser Vandalenakt bescherte. Lenzenhuber hat ein „mulmiges Gefühl“ seither – schließlich sei es lediglich Glück im Unglück, dass der Zerstörungswut des Randalierers keine Menschen zum Opfer fielen. Das Motiv ist bislang unklar. joho

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