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Ein Glücksfall für das deutsche Eishockey? Franz Reindl als DEB-Generalsekretär mit der früheren Star-Biathletin Magdalena Neuner (r.) und Kapitän Susann Goetz bei einem Frauen-Länderspiel in Garmisch-Partenkirchen.

Machtkampf im deutschen Eishockey

Viele Sympathien für Franz Reindl

Garmisch-Partenkirchen - Während der Eishockey-Weltmeisterschaft in Minsk ist ein Machtkampf beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) entbrannt. Der Widerstand gegen Präsident Uwe Harnos wächst. Immer mehr Klubs bringen Franz Reindl (59) aus Garmisch-Partenkirchen als Gegenkandidaten ins Spiel.

„Es gibt keine bessere Option“, sagte Peter-John Lee, Geschäftsführer des DEL-Rekordmeisters Eisbären Berlin. „Er hat die Kompetenz und große Erfahrung, er kann alle an einen Tisch bringen.“ Der Eisbären-Manager, der die Liga bei der WM in Minsk vertritt, spricht für viele. Nicht nur die meisten Profiklubs aus der DEL und der DEL2 sollen den Bronzemedaillengewinner von 1976 unterstützen, sondern auch unterklassige Vereine und Landesverbände. Nur sie dürfen bei den Präsidiumswahlen am 17. Juli abstimmen.

„Ich bin überrascht von der Zustimmung“, sagte Reindl, „ich habe in den letzten Tagen unglaublichen Zuspruch erfahren, das ehrt mich.“ Reindl, der vor drei Jahren als DEB-Sportdirektor von Harnos entmachtet worden war, will über eine Kandidatur zumindest nachdenken: „Wenn sich das weiter verdichtet, auch bei den stimmberechtigten Mitgliedern, muss ich die Situation ernsthaft überdenken und mit dem Präsidium Kontakt aufnehmen.“

Zu den Reindl-Sympathisanten zählen auch zwei Ex-Bundestrainer. „Das wäre ein Sechser im Lotto für das deutsche Eishockey“, sagte Hans Zach, von 1998 bis 2004 Chefcoach des Nationalteams. Er stand in den 1970er Jahren beim SC Riessersee (SCR) und in der Nationalmannschaft zusammen mit Reindl auf dem Eis. „Er ist der ideale Mann dafür.“ Die gleiche Meinung hat Uwe Krupp. „Es gibt keine qualifiziertere Person für diese verantwortungsvolle Position“, sagte der amtierende Coach der Kölner Haie. „Franz Reindl wäre als Präsident ein Glücksfall.“

Auch SCR-Manager Ralph Bader hält viel von Reindl. „Sportpolitisch wäre es wichtig, wenn Franz Reindl den Posten des Präsidenten übernehmen würde. Er wäre sicherlich keine schlechte Wahl. Er hat Stallgeruch, weil er vom Sport kommt.“ Allerdings spricht sich Bader gegen eine Kampfabstimmung aus. „Man sollte sich im Vorfeld auf einen Kandidaten einigen.“ Bader ist sowohl Reindl als auch Harnos verbunden. Mit Reindl tauscht er sich häufig aus, Harnos war in diversen Prozessen vor Gericht sein anwaltlicher Beistand. dpa/SID/prei

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts / Murnauer Tagblatts.

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