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Picknicken, entspannen, genießen schon vor Beginn: Das Gelände am Wank füllt sich.

Singen, tanzen, chillen – in jeder Situation

Wank-Festival mit 2500 Besuchern: Sonne, Regen, Bahnstopp - und jede Menge Stimmung

Viel erlebt haben die rund 2500 Besucher des Wank-Festivals am Samstag: vier Bands, vier Stimmungen, mindestens drei Jahreszeiten. Eines hatten alle gemeinsam: Sie waren besonders. Und sie waren gut.

Ein Naturschauspiel erleben die Festival-Besucher am Abend-

Garmisch-Partenkirchen – Strahlender Sonnenschein, zuckende Blitze am Horizont, Nieselregen und atemberaubendes Abendrot: Diese vier unterschiedlichen Stimmungen haben rund 2500 Besucher innerhalb weniger Stunden am Samstag beim Bergfestival am Wank erlebt. Nur eine Stimmung gab’s während der Auftritte – und die war top. Vier Musikgruppen trotzten den Wetterkapriolen und heizten dem Publikum ein – die Zuschauer nahmen’s gerne an, sangen, hüpften, feierten, chillten, also entspannten. Erst unter der Sonne, dann eben im Regen.

Den Anfang machte Kontrabass-Akrobat Michael Fenzl, der einst bei der Erfolgsband Django 3000 mitwirkte und als „Fenzl“ nun eigene Wege geht. Seine Dynamik gab der Musiker an die Gäste weiter, die ausgelassen tanzten. Barfuß, in kurzen Hosen und T-Shirts genossen die Besucher den herrlichen Spätsommertag. Der ganze Berghang – mit Blick auf die Bühne – war voller Menschen. Einige machten es sich auf Decken gemütlich, lauschten der Musik, genossen die Sonne oder veranstalteten ein Picknick. Ein Open-Air-Festival, wie es sein soll.

Lenze & de Buam begeistert beim Wank-Festival - kurz

Dann kam Lorenz Astl mit seinen Kollegen von Lenze & de Buam. Sie standen auf der Bühne, und dunkle Wolken zogen auf. Die Musiker spielten dagegen an mit ihrem prägnanten Mundart-Mix aus Pop, Rock und Folk. Eine Mischung, die die Zuschauer – darunter offensichtlich Fans der Band – mitriss. Sie klatschten, jubelten und sangen lautstark den Refrain mit bei dem Lied „Rezept“: „Für oan wia di gibt’s koa Rezept, du bist und bleibst a Depp“. So hätte es weitergehen können. Doch viel mehr gab es nicht zu hören. Denn das Quintett musste sein Konzert wegen der nahenden Gewitterfront abbrechen. Der Sicherheitsdienst lotste die Besucher nach innen ins Bergbahngebäude – zu groß die Gefahr, dass etwas passiert.

Lesen Sie auch: Glühwein und Bands heizen ein: Wankfestival-Besucher trotzen dem Wetter

Nach gut einer Stunde Wartezeit kam die Entwarnung. Das Festival geht weiter. Alle strömten wieder hinaus. In der Zwischenzeit war es empfindlich kalt geworden. Es nieselte, Nebelschwaden zogen auf. Wer keine entsprechende Kleidung dabei hatte, hielt sich durch Tanzen warm. Kein Problem dank der österreichischen Gruppe Granada. Die fünf Grazer brachten das Publikum mit ihrem frechen Gute-Laune-Sound in unverfälschter Mundart auf Touren. Auch die Band selbst war begeistert: „Wir sind noch nie mit einer Bergbahn zu einem Konzert gefahren. Das wird uns in Erinnerung bleiben“, sagte Sänger Thomas Petritsch.

Und alle feiern mit: Die Band Jamaram bringt zum Abschluss mit ihrem Mix aus Reggae, Pop und HipHop den Berg zum Dröhnen.

Vor dem Finale des Abends bot sich den Festival-Besuchern ein Naturschauspiel. Andächtig standen sie auf Höhe des Gipfels, bestaunten den Panoramablick auf das Abendrot über den umliegenden Bergketten. Perfekt. Die Beschreibung passt auch zum Abschluss mit Jamaram. Die acht Musiker präsentierten verschiedene Reggae-Stilarten und brachten den Berg mit ihren fetten Beats zum Dröhnen. Wer dann noch nicht genug hatte, ließ den Abend mit Moderator und DJ Marco Wanke ausklingen.

Technischer Defekt bei der Wankbahn nach dem Festival

Am Ende wurde noch einmal die Gelassenheit der Festival-Besucher getestet, wurden noch einmal die Nerven der Veranstalter von Bayerischer Zugspitzbahn und GaPa Tourismus auf die Probe gestellt. Gegen 23 Uhr gab es bei der Wankbahn technische Probleme. Für etwa eine halbe Stunde stand sie still. Als Vorsichtsmaßnahme wurde die Bergwacht zur Mittelstation beordert – falls ein Shuttledienst notwendig sein würde. War er nicht, die Bahn brachte die Gäste schließlich sicher ins Tal – wenn auch in langsamerem Tempo als sonst. Am Sonntag und Montag steht sie still, um die Ursache für die Probleme zu finden und zu beheben. Die Gäste blieben trotz der Verzögerungen in der Nacht entspannt. Festival-Stimmung bis zum Schluss.

Constanze Wilz

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