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Während der Gewitter-Pause wurde das Freigelände und die Verpflegungsstände auf dem Festival-Areal am Wank aus Sicherheitsgründen geräumt. 

BZB bedauert Unannehmlichkeiten, widerspricht aber auch Behauptungen

Wankfestival-Veranstalter „komplett überfordert“? Besucher verfassen  Beschwerdebrief

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Die Technik zickte. Beim Bergfestival am Wank traten heuer Störungen im Bahnbetrieb auf. Vor allem abends. Die Besucher mussten teilweise lange Wartezeiten verschmerzen. Zwei Gäste üben aber nicht nur deshalb Kritik am Veranstalter.

Garmisch-Partenkirchen – Das Wetter spielte Streiche. Erst stach die Sonne vom Himmel, dann blitzte und donnerte es rund um den Wank. Später zog Nebel auf, Regen fiel. Trotz der einstündigen Unterbrechung des Bergfestivals hielt am Samstag die gute Stimmung bei den Besuchern an. 

Bei zweien schlug die Laune aber um. Spätabends, als es zu technischen Problemen mit der Bahn kam. In einem Brief beschweren sich die zwei Verfasser, die namentlich nicht genannt werden wollen, nun über die Vorgehensweise der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB). Ihr Urteil über den Veranstalter fällt vernichtend aus. Er sei komplett überfordert, und ein Krisenplan nicht vorhanden gewesen.

In dem Schreiben schildern die zwei Festival-Gäste ihre Eindrücke, was sich ab 22.30 Uhr beim Versuch, ins Tal zu gelangen, abgespielt hatte. Ihnen zufolge erfuhren sie erst nach einer Wartezeit von 50 Minuten, dass es im unteren Seilbahn-Abschnitt zu technischen Störungen gekommen war. Wie berichtet, konnten die Kabinen nur bis zur Mittelstation fahren. Von dort aus beförderte die Bergwacht die Besucher ins Tal.

Die zwei Beschwerdeführer sparen nicht mit Kritik. Zum Beispiel wundern sie sich, warum nach 20 Minuten Kabinen ins Tal fuhren, während keiner mehr zusteigen durfte, „weil die Verzögerungen an der Bergstation zu Tumulten führten“. Besonders stößt den Verfassern die fehlende Kommunikation seitens der BZB sauer auf. Vom Veranstalter, heißt es in dem Brief, sei kein Mitarbeiter für die Krisenbewältigung abgestellt gewesen. Gleichzeitig soll es weder Informationen noch Unterstützung gegeben haben. Zumal einige wegen der Probleme den letzten Zug verpasst hätten.

BZB nimmt Beschwerde ernst

Die Adressaten beziehen Stellung zu den Vorwürfen. In einem Antwortschreiben dröselt BZB-Sprecherin Verena Lothes genau auf, welche Probleme aufgetreten waren und wie das Bahnunternehmen diesen begegnete. Unter anderem mit einem Notfallplan. Dieser beinhaltete unter anderem den Shuttleservice von der Mittelstation. Nach 23.30 Uhr seien die ersten Einsatzkräfte der Bergwacht und Feuerwehr mit geeigneten Fahrzeugen dort eingetroffen.

Lothes bedauert im Namen des Teams die Unannehmlichkeiten. „Wir hätten uns den Ausgang des Abends auch anders gewünscht“, teilt sie mit. Zumal es auch in diesem Jahr – trotz Gewitterunterbrechung – wieder ein sehr schönes Festival gewesen sei. Technische Störungen „sind für uns selbst am Ärgerlichsten“, sagt die Sprecherin. Erst recht bei Veranstaltungen. Doch trotz der Revisionsprüfungen können diese nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden.

Gleichzeitig räumt Lothes ein, dass die BZB am Thema Kommunikation arbeiten wird. Eine Nachbesprechung mit allen Beteiligten habe bereits stattgefunden. Die Ergebnisse sollen 2020 in die Planungen miteinbezogen werden. Einem Punkt widerspricht sie aber mit aller Deutlichkeit. „Von Tumulten am Berg kann wirklich keine Rede sein.“ Die Stimmung unter den rund 500 noch verbliebenen Gästen am Berg sei positiv gewesen.

Die BZB nimmt die Beschwerde ernst. Vor allem, wenn es um Sicherheitsaspekte geht. Die Verfasser des Briefes behaupten, ein Security-Mitarbeiter habe gegen die Anweisungen der Bergwacht und des Veranstalters, teilweise stark betrunkene Menschen ohne Lampe zu Fuß auf den Pfad ins Tal geschickt. Lothes betont: „Wir gehen dem nach.“

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