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Eisenbahnrechtliche Genehmigung liegt vor

Weichen für neuen BZB-Bahnhof gestellt

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Abgelehnt: FDP-Gemeinderat Martin Schröter ist mit seinem Antrag auf Zusammenlegung der DB-Gleise gescheitert. Er bleibt aber dabei, dass die Planung suboptimal sei.

Garmisch-Partenkirchen – „Neu denken und Chancen nutzen“ hat Martin Schröter (FDP) seinen Antrag überschrieben, in dem er die Zusammenlegung der Bahnhöfe der Deutschen Bahn (DB) und der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) fordert. Der neue Standort des BZB-Gebäudes, das nach der Einweihung der Seilbahn Zugspitze auf dem Plan des Unternehmens steht, „prägt unser Ortsbild für Jahrzehnte“, betonte Schröter. Und pochte auf die Planungshoheit des Marktes.

Für ihn ist unstrittig, dass das bisherige BZB-Gebäude seine Zwecke nicht mehr erfüllt. Auch deshalb findet er es entscheidend, „das verkehrstechnische Optimum zu erreichen“. Langer Rede kurzer Sinn: Die beiden Bahnhöfe gehören seiner Meinung nach zusammen, um Fahrgästen ein bequemes Umsteigen zu ermöglichen. Gerade im Winter, „wenn die Skifahrer, die auf die Zugspitze wollen, schwere Sportsachen tragen“.

Sein Ansatz ist sicher gut, aber wahrlich nicht neu. Und vor allem längst überholt. Deshalb lehnte der Gemeinderat sein Ansinnen auch mit 27:2-Stimmen ab. Lediglich in Dr. Christoph Elschenbroich (parteifrei) fand Schröter einen Unterstützer. Kritik erntete er derweil von Elisabeth Koch (CSU), die daran erinnerte, dass der Liberale Ecko Eichler in der vorhergehenden Sitzungsperiode genau den gleichen Antrag gestellt habe – und ebenfalls gescheitert sei. Mit ihm und verschiedenen anderen Stellen habe er sich abgesprochen, versicherte Schröter. „Ich bleibe dabei, die Planung ist suboptimal.“

Das spricht gegen die Verlegung: 

Tatsächlich spricht eine ganze Reihe von Gründen gegen die Verlegung des BZB-Baus gen DB-Bahnhof. „Wir haben alles abgewogen“, erinnerte sich Peter Huber, Technischer Vorstand des Bergbahn-Unternehmens an einen jahrzehntelangen Prozess. Insbesondere die Verlegung der Gleise und die unterschiedlichen Spurweiten hätten Millionen Euro gekostet. „Der Schlusstenor der Regierung von Oberbayern ist, dass die Errichtung des neuen Bahnhofsgebäudes und die Änderung der Gleis- und Bahnsteiganlagen am konkreten Ort und in der gewählten Form vernünftig ist“, betonte Matthias Stauch, Kaufmännischer Vorstand der BZB.

Dazu kommt, dass mittlerweile auch die Eisenbahnrechtliche Genehmigungen vorliegen. Erste Ausschreibungen hinsichtlich der weiteren Planung sind laut Rathaus-Verwaltung bereits erfolgt. Mit einem Baubeginn ist nach Auskunft der Zugspitzbahn im Geschäftsjahr 2018/2019 zu rechnen.

Schröters Argument bezüglich weiter Wege beim Umsteigen entkräftete Markus Baur (CSU). „Das funktioniert inzwischen lückenlos“, betonte er. Wer auf die Zugspitze will, kann problemlos am Hausberg von der DB in die Zahnradbahn wechseln.

Der Standort zur Errichtung des neuen Bahnhofs- und Verwaltungsgebäudes wurde unter dem Blickwinkel der örtlichen Verhältnisse untersucht, heißt es in der Stellungnahme der Rathaus-Verwaltung. Maßgeblich war auch, während der Bauphase das bisherige Verwaltungsgebäude weiter nutzen zu können und keinen übergangsweisen Behelfsbau zu benötigen. Durch die Zurückverlegung der BZB-Gleise um etwa 80 Meter werden zudem Flächen frei, die teilweise als Parkareal, teilweise aber auch anderweitig genutzt werden können.

Eine gute Nachricht konnte dann noch Bauamtsleiter Jörg Hahn Schröter mit auf den Weg geben. „Gespräche mit der DB haben gezeigt, dass eventuell die Möglichkeit besteht, vom neuen BZB-Bahnsteig ebenerdig Richtung DB zu gelangen.“

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