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Tauende Besucher bei der Weißen Nacht in Garmisch-Partenkirchen.

Tausende Besucher bei Weißer Nacht

Weiße Wucht in Garmisch-Partenkirchen

26 Anbieter, 950 Luftballons und tausende Partygäste - die Weiße Nacht in Garmisch-Partenkirchen war in vielerlei Hinsicht ein Bombenerfolg.

Garmisch-PartenkirchenDie Weiße Nacht am Samstag in Garmisch-Partenkirchen war mehr: Tausende begeisterte Besucher machten sie bei hochsommerlichen Temperaturen zur weißen Wucht.

Zur Musik von Livebands und DJ’s tanzten und schunkelten die Partyfreunde bis spät in die Nacht hinein. An etwa 500 Meter langen Tischreihen genoss man in der proppenvollen Fußgängerzone die kulinarischen Köstlichkeiten von 26 Anbietern.

Die zahlreichen Gäste flanierten ausgelassen und sichtlich vergnügt, viele waren nicht zuletzt wegen der Hitze eher lässig und leger in T-Shirt und Sneakers gekleidet, einige hatten sich auch richtig in Schale geworfen. „Die lauen Temperaturen sind natürlich einmalig und prädestiniert für solch ein Fest“, meint stellvertretend für viele Hubert Tobies (28) aus Garmisch-Partenkirchen. Der Ingenieur war mit seiner Lebensgefährtin Monika Goldhofer (27) erstmals auf der Weißen Nacht. Einzig die langen Warteschlangen vor den Essens-Buden störten ihn ein wenig. „Sonst passt alles“, meint auch seine Freundin. Die Großweilerin war überrascht davon, „dass tatsächlich alle Leute hier in Weiß gekleidet sind“.

Zum fünften Mal hatte die Werbegemeinschaft Garmisch-Partenkirchen gemeinsam mit Marco Wanke zur Weißen Nacht geladen. Tags darauf zeigt sich dieser zwar sichtlich mitgenommen, aber über den Verlauf der Riesenparty im Freien glücklich und erleichtert.

Ganze 19,4 Kilometer ist er am Samstag hin und her gelaufen, hat immer wieder nach dem Rechten geschaut, vor allem die Stromversorgung hatte von Zeit zu Zeit Probleme bereitet. „Insgesamt habe ich 57 Notrufe erhalten, bei den extrem hohen Temperaturen liefen Kühlschränke und -aggregate sowie Duchlaufkühler auf Hochtouren – und andauernd sind die Sicherungen durchgeknallt.“ Auch an den vielen neuen Gastro-Ständen, allein vier am Bischoffeck und am Eingangsbereich zur Klammstraße, kam es in regelmäßigen Abständen zu kurzfristigen Stromausfällen.

Wankes Sorgen im Vorfeld, ob es nicht doch noch zu unerwarteten Wärmegewittern kommen werde (wir berichteten), waren hingegen unbegründet. Was Wanke auch freute: Er hatte seine Wette gewonnen. Der TSV Farchant schaffte es nicht, 500 weiße Luftballons um 21 Uhr vom Richard-Strauss-Platz fliegen zu lassen. Man hatte zwar 950 Ballons zu je einem Euro im Vorfeld an die Besucher verkauft, doch dass diese dann größtenteils schon vorher entschwebten, kam Wanke zu gute. „Da hat die Kommunikation wohl nicht so gut geklappt, und es waren am Ende nur etwa 300 Ballons, die gemeinsam in die Luft stiegen, das hatte ich schon erhofft.“ So bleibt es dem Tausendsassa erspart, beim kommenden Cityspint im Winter als Vorläufer an den Start gehen zu müssen. Stattdessen dürfen die Burschen vom TSV Farchant beim Stoa-Heben im Garmischer Bierzelt zwei Stunden lang bedienen – oben ohne versteht sich.

Barbara Falkenberg

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