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Stehen in den Startlöchern: (v.l.) Künstlerin Manuela Dilly und Eva Rosenberger, Leiterin der Grundschule Garmisch-Partenkichen an der Burgstraße.

Aktion für Zamma-Festival 2020

Inspiriert von Jim Knopf: Neues Kunstprojekt für Kinder startet

Michael Ende begeistert Groß wie Klein: Jetzt wird einer seiner Protagonisten zum Mittelpunkt eines Kunstprojekts. 

Garmisch-Partenkirchen – Das Zamma-Festival 2019 hat Lust auf mehr gemacht, Besucher wie Mitwirkende begeistert. So sehr, dass heuer eine Wiederholung geplant ist, wenn auch in kleinerer Form. Die Ideen dafür sprudeln bereits. Mit Erfolg. Bei der kleineren Nachfolge-Auflage wird es das neue Projekt „Jim Knopf – Phantastische Reise“ an der Krankenhausschule geben. Samt Mosaikplatten und intensiven Farben.

Die Aktion richtet sich an 10- bis 14-jährige Kinder und Jugendliche. Projektpartner sind der Lions Club Garmisch-Partenkirchen, das Caritas-Zentrum und die Marktgemeinde. „Die Kinder können sich verwirklichen“, sagt Eva Rosenberger bei der Präsentation in der Grundschule Garmisch-Partenkirchen an der Burgstraße voller Vorfreude.

Die Schulleiterin konnte für die Mosaikaktion Manuela Dilly gewinnen. Die Künstlerin aus Krün beabsichtigt, dass die Mädchen und Buben die Möglichkeit haben, „in der Schule an Kunst und Kultur teilzunehmen“. Dilly bevorzugt im Rahmen des Programms „Kultur macht stark! 2020“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „nachhaltiges Arbeiten“.

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Michael Ende als Zeichen für Garmisch-Partenkirchen

Das Projekt ist zweigeteilt: Zum einen startet ab dem zweiten Halbjahr am 11. Februar jeden Dienstag zwischen 14 und 16 Uhr das regelmäßige Programm. Flankierend dazu gibt es in den Faschingsferien von 24. bis 29. Februar eine Zusatzaktion. Darüber hinaus machen die Kinder einen Ausflug und bereiten eine Abschlussveranstaltung vor. Die beiden Projekte sind für die Teilnehmer kostenlos.

Übergeordnetes Thema bei allen Treffen ist Jim Knopf. „Die Kinder erarbeiten dazu Motive“, sagt Dilly. Sie habe bewusst die Hauptfigur aus Michael Endes Kinderbüchern gewählt, weil der Autor „als Zeichen für Garmisch-Partenkirchen“ stehe. Außerdem sei das Projekt inklusiv und für Kinder mit Migrationshintergrund geeignet. Bekanntlich kommt der dunkelhäutige Jim Knopf als Waise mit der Post nach Lummerland. Für die Künstlerin aus dem Isartal ergeben sich viele Motive für die Mosaikplatten: die Lokomotive Emma, Lukas, der Lokomotivführer, die Insel Lummerland mit König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte oder die Wilde 13. Bei den Bildern dürfen sich die Kinder bei Ende bedienen. „Das ist mit dem Nachlassverwalter geklärt“, betont Dilly.

Nur begrenzte Teilnehmeranzahl

Das Ministerium für Bildung und Forschung übernimmt die komplette Förderung des Projekts. 12 000 Euro fließen. Insgesamt hat es schon über 40 000 Euro für weitere Kunstaktionen mit dem Titel „Kultur macht stark!“ in Mittenwald und Oberammergau bereitgestellt.

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Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) freut sich auf die Umsetzung. „Die inhaltliche Näherung an das Thema ,Michael Ende’, welches zu unseren kulturellen Leuchttürmen gehört, aber auch der Entstehungsprozess und das Ergebnis des Projekts scheinen unsere kulturelle Landschaft auf vielfältige Weise bereichern zu können“, sagt Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin.

Wer sich für die Mosaik-Projekte mit dem regelmäßigen Dienstags-Programm (11 Plätze) und der Ferienaktion (14 Plätze) interessiert, kann sich per Email an die Krünerin (manuela.dilly@t-online.de) wenden. Flyer liegen darüber hinaus in der Grundschule Garmisch-Partenkirchen – an der Burgstraße wie an der Krankenhausstraße – sowie in der Einrichtung am Gröben aus. Rosenberger bedauert nur eines: dass nicht so viele Kinder bei den Projekten teilnehmen können. „Sollte mehr Interesse bestehen, entscheidet das Los.“ Zum krönenden Abschluss werden die bunten Mosaikplatten im Juli auf dem Zamma-Festival im Michael-Ende-Kurpark präsentiert.

Alexander Kraus

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