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Regelmäßige Abfahrtszeiten können die Fahrgäste im Ort seit 1. Mai genießen. 

Verspätungen waren die Regel

Ortsbus mit neuem Taktfahrplan: Das ändert sich

Die Fahrgäste sollen sich auf den Ortsbus verlassen können: Seit 1. Mai gibt es deshalb viele Neuerungen. Zum Beispiel steigt die Anzahl der Abfahrten.

Garmisch-Partenkirchen – Es war ein Kraftakt. Dass den Gemeindewerken die Einführung des Taktfahrplans im öffentlichen Personennahverkehr im Ort dennoch gelungen ist, ist laut kaufmännischem Leiter Jürgen Winter nicht zuletzt den Busfahrern zu verdanken . „Wir haben gemeinsam eine Betriebsvereinbarung gefunden, die den besonderen Verhältnissen Rechnung trägt.“ So etwas sei nicht in jedem Betrieb möglich. „Es zeigt die hohe Verbundenheit unserer Fahrer mit dem Ort, ihrer Arbeit und den Fahrgästen.“

Und diese können seit 1. Mai viele Neuerungen genießen. Dazu zählen: Es gibt regelmäßige Abfahrtszeiten immer zur selben Minute – Busfahrten sind somit leichter zu planen. Außerdem steigt die generelle Anzahl der Abfahrten. Werktags pendelt ein Bus alle 20 Minuten zwischen Klinikum und Breitenau und halbstündlich beziehungsweise stündlich auf dem Rundkurs Farchant/Partenkirchen/Burgrain. Zudem besteht eine regelmäßige, stündliche Anbindung an das Gewerbegebiet Partenkirchen samt Einkaufsmöglichkeiten. Der Fahrplan der Gemeindewerke ist zudem an den der Deutschen Bahn von und nach München angepasst.

Die Herausforderung, den Taktbetrieb für die Fahrgäste möglich zu machen, hängt mit den örtlichen Verhältnissen zusammen. Die Rundenzeiten, in denen die einzelnen Busse verkehren, sind nur schwer aufeinander abzustimmen. Deshalb hatten Winters Vorgänger einen solch zeitlich festgelegten Abfahrtsplan vor 30 Jahren aufgegeben. Die Umstände haben sich für den Ortsverkehr seither nicht vereinfacht. „Allein in den letzten drei Jahren hat das Verkehrsaufkommen noch einmal deutlich zugenommen.“ Ständige Verspätungen waren die Regel.

Um diese aufzufangen, haben die Gemeindewerke die Rundenzeiten der Linien verlängert. Damit verbunden ist allerdings auch ein Anstieg der Kosten. Aus diesem Grund und wegen der tariflichen Gehaltssteigerungen sieht sich das Unternehmen gezwungen, zeitgleich mit dem Taktfahrplan erstmals nach drei Jahren die Fahrpreise anzuheben. Im Mittel um etwa 18 Prozent.

Was laut Winter jedoch nicht zur Preiserhöhung beigetragen hat, ist das verbesserte Angebot für die Bürger. „Wir hoffen, das Finanzleck durch steigende Fahrgastzahlen zu kompensieren.“

Und die glaubt Winter auch weiterhin durch die attraktiven Digitalisierungsmaßnahmen anzulocken, die die Werke innerhalb der vergangenen zwei Jahre auf den Weg gebracht haben. Mit dem Smartphone sehen Fahrgäste inzwischen in Echtzeit, wann wo welcher Bus kommt. Vom eigenen Standort aus erkennt man zudem die nächstgelegenen Haltestellen auf dem Bildschirm und kann komplette Verbindungen planen. Dazu zählen auch überregionale Fahrten, da über das Handy unter anderem auch Verbindungen der Deutschen Bahn, des Oberbayernbusses und des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes abrufbar sind.

Wie das genau geht, darüber können sich Interessierte an allen Haltestellen, im neuen Fahrplanheft und auch im Internet unter www.bayernfahrplan.de oder in der kostenlose App Bayernfahrplan erkundigen.

Martina Bräu

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