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Das Rathaus wird aufwändig saniert.

Trotz klammer Kasse

Rathaus-Sanierung wird teurer - und keinen interessiert's

Garmisch-Partenkirchen  - Bis zu 127.000 Euro könnte die Rathaus-Sanierung teurer werden. Obwohl der Markt überall spart, nahm der Gemeinderat das stillschweigend hin.

Im Rathaus von Garmisch-Partenkirchen wird seit Wochen gewerkelt. Die Sanierungsmaßnahmen, die im Zuge des G7-Gipfel angeschoben wurden – der Markt zahlt nur 40 Prozent der Kosten, die sich auf 2,55 Millionen Euro belaufen, die restlichen 60 Prozent kommen über Zuschüsse – liegen, so Bauamtsleiter Jörg Hahn „voll im Zeitplan“.

Allerdings deutet viel darauf hin, dass die Arbeiten teurer werden als geplant. Zu 27 338 Euro für weitere Trockenbauten sollen noch zwei Nachträge kommen. Derzeit liege man noch im schwarzen Bereich, sagte Hahn, aber der sei nicht mehr allzu groß. Seine Prognose. „Am Ende werden wir uns wohl fünf Prozent über dem Ansatz bewegen“. Das würde Mehrausgaben von rund 127 000 Euro bedeuten. Bei einem Etat, der auf Kante genäht ist und bei dem deshalb alle Posten und freiwilligen Leistungen auf den Prüfstand gestellt werden sollen, ein ordetlichenrBatzen Geld.

Anscheinend nicht für die Gemeinderäte. Sie befanden sich bei Hahns Ausführungen anscheinend im kollektiven Tiefschlaf. Keine Wortmeldung, keine Nachfrage. Gewundert hat sich auch CSB-Fraktionsvoristzende Alexandra Roos-Teitscheid – allerdings erst nach der Sitzung. Sie schwieg ebenso wie CSU-Frontfrau Elisabeth Koch, die „in Zukunft noch besser aufpassen will“.

Richtig bei der Sache waren Koch und die CSU-Gemeinderäte, als es um den Fußballplatz am Kainzenbad ging. Dass dort Umkleidecontainer für die Nachwuchsmannschaften des 1. FC Garmisch-Partenkirchen und die unterklassigen Clubs von Megas und VTA Garmisch-Partenkirchen geschaffen werden sollen – die für rund 120 000 Euro – bereitete ihnen riesige Bauchschmerzen. Sie regten an, dafür den Ostflügel des Olympia-Skistadions zu sanieren und dort Duschen und Umnkleidekabinen zu schaffen.

Ein Vorschlag, der für Hahn nicht realisierbar war. Er veranschlagte die Kosten dafür auf mehr als 700 000 Euro. Der Gemeinderat diskutierte hitzig, stimmte schließlich mit 21:7 für die Containerlösung. Auch drei CSU-Mitglieder hatten sich auf die Seite der Befürworter geschlagen. Ausschlaggebend war, dass sich die drei Vereine im Rahmen ihrer Möglichkeiten an den Kosten beteiligen, Arbeitsleistungen einbringen und auch die Reinigung anteilig übernehmen wollen.

Peter Reinbold

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