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Patschnass werden die Partenkirchner Madln.
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Schneidig marschiert: Jetzt kommt die Abordnung aus Unterammergau.
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Wiesmahd-Wagen: Diese kleinen Garmischer machen Pause von der Heuarbeit.
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Flucht vor dem Regen: Peter Fink aus Oberau bringt sein Instrument in Sicherheit.
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Letzte Korrekturen, dann passt es bei den zwei Trachtenmädchen aus Grainau.
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Musikalische Grüße entrichten die Geigenmacher-Buam aus Mittenwald.
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Improvisieren diesmal erlaubt

Weit über 1000 Kinder beim Gaujugendtag: Trotz Regen eine wahre Freude

„Die Jugend ist der Grundstock für die ganze Trachten-Bewegung“, unterstreicht Gau-Jugendwart Franz Mangold. Nicht nur ihm ist das Herz aufgegangen, als am Sonntag weit über tausend Kinder und Jugendliche beim Gaujugendtag in Garmisch-Partenkirchen trotz Regens ihre Leidenschaft nach draußen trugen.

Garmisch-Partenkirchen– Bange Blicke richten sich seit der Mittagsstunde gen Himmel. Vereinzelte Regentropfen verheißen nichts Gutes. Bei den Verantwortlichen schwingt zu dieser Zeit die Hoffnung mit, dass das Wetter vielleicht halten könnte. Viele Vereine suchen bis zum Abmarsch unter den Vordächern Schutz. Aber als sich dann am Sonntag gegen 13.30 Uhr beim Gaujugendtag in Garmisch-Partenkirchen der Festzug in Bewegung setzt, öffnet Petrus mehr und mehr die Schleusen. Eine feuchte Angelegenheit für alle.

Doch Mädchen und Burschen der Oberländer Trachtenvereinigung lassen sich davon nicht unterkriegen. Allen voran der Patenverein der Garmischer, der vorneweg marschiert, und die „Werdenfelser Heimat“ aus Partenkirchen, die nicht nur mit großer Kinderschar, sondern auch mit Trommlerzug, Musikkapelle und vielen Mitgliedern ausgerückt ist. „Jetzt kommen die Regenmacher“, frotzelt ein Garmischer, denn gerade die Partenkirchner waren in der Vergangenheit bei Festzügen im anderen Ortsteil nicht immer von Wetterglück gesegnet. Andererseits konnten sich die Garmischer Trachtler in der Vergangenheit oftmals auf das „Maderspacher-Wetter“ berufen. Dies bedeutet, einen Festzug trocken zu überstehen.

Die Verantwortlichen vom Verein hatten jedenfalls zu dieser Zeit alle Vorbereitungen für den malerischen Zug der Trachtenjugend über die Zugspitzstraße, die Fußgängerzone und die Parkstraße zum Festzelt am Wittelsbacher Park getroffen. Ein Gespann mit der Wiesmahd ist ebenso dabei wie der schmucke Blumenwagen mit dem Vereinsschild der Garmischer Trachtler und auf der Rückseite das Emblem der Trachtenvereinigung.

Mitwirkenden werden klatschnass

So schleifen nach und nach die Kinder und Jugendlichen der Vereine aus dem Loisach- und Isartal, aus dem Ammertal und dem Murnauer Raum in die Zugstrecke ein. Viele der jungen Teilnehmer machen gute Laune zum verregneten Spiel, marschieren flott zu den Klängen der zahlreichen Trommlerzüge und Musikkapellen, und immer wieder sind Juchzger zu vernehmen. „Die Kinder haben trotzdem ihren Spaß“, urteilt ein Gast aus der Nähe von Koblenz, dem besonders die vielen unterschiedlichen Trachten imponieren. Ob nun die sauberen Frisuren, die Fransentücher oder die Schürzen der feschen Madln, genauso finden die Lederhosen und Hüte der Buam Gefallen.

Alles läuft an diesem Nachmittag des 58. Gaujugendtages halt ein bisserl anders wie gewohnt. Es wird improvisiert, manche Vereine sehen die Fußgängerzone gar nicht, sondern nehmen gleich über die Promenadestraße ihren Weg bei der Loisachbrücke zum Festzelt. Klatschnass sind viele der Mitwirkenden, gerade die Musikanten und Trommler, die ohne Joppe marschieren. Die Zeit im Zelt bei einer frischen Maß gibt aber Gelegenheit, wieder trocken zu werden.

„Vergelt’s Gott fürs Mitmarschieren!“ Christian Ruf, der Chef des gastgebenden Volkstrachtenvereins, zeigt sich froh darüber, dass der Festzug letztlich noch irgendwie klappte. Dankesworte in Richtung des Ausrichters folgen vom Gauvorsitzenden Josef Mayr und Gau-Jugendwart Franz Mangold. Letzterer misst der Veranstaltung eine große Bedeutung bei. „Denn die Jugend ist der Grundstock für die ganze Trachtenbewegung“, meint der Bad Kohlgruber. „Macht‘s weiter so und setzt Euch für die Heimat ein.“ Dann können es die Schuhplattler nicht mehr erwarten. Ein Ehrentanz nach dem anderen folgt, und die Nachwuchs-Trachtler zeigen auf der Bühne ihr Können. Die Blaskapelle Partenkirchen unter Leitung von Josef Anzenberger gibt bis zum späten Nachmittag den Ton an und spielt Landlerweisen wie den Werdenfelser, Auerhahn oder den Staffelseer.

Klaus Munz

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