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Thron auf Rädern: Diese Partenkirchner ziehen viele Blicke auf sich. Zwei der jungen Trachtenmadln winken ihren Zuschauern sogar wie kleine Königskinder zu – zur Freude der Besucher.
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Thron auf Rädern: Diese Partenkirchner ziehen viele Blicke auf sich. Zwei der jungen Trachtenmadln winken ihren Zuschauern sogar wie kleine Königskinder zu – zur Freude der Besucher.
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Halten ihre Geigenbau-Tradition aufrecht: die Mittenwalder Burschen in typischer Kleidung.
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Halten ihre Geigenbau-Tradition aufrecht: die Mittenwalder Burschen in typischer Kleidung.
Gaujugendtag der Oberländer Trachtenvereinigung
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Rund 2000 Buben und Madln in fescher Tracht

Gaujugendtag der Oberländer Trachtenvereinigung: Beste Werbung für die Heimat

Mehr Tradition und Brauchtum geht nicht: Beim Gaujugendtag der Oberländer Trachtenvereinigung gaben rund 2000 Buben und Madln ein prächtiges Bild ab und eroberten die Herzen der Zuschauer.

Garmisch-Partenkirchen – Das große Zittern vom Vortag war umsonst. Wie bestellt wich am Sonntag der graue dem weiß-blauen Himmel – ganz zur Freude der rund 2000 Kinder. Geleitet von hunderten Frauen und Männern der 31 Trachtenvereine zwischen Mittenwald, Grainau und Peißenberg zogen die feschen Madln im Dirndl und die schneidigen Buben in der Lederhose beim 54. Gaujugendtag durch den Ortsteil Partenkirchen und ernteten bei tausenden Zuschauern begeisterten Applaus. Schließlich war der Festzug nicht nur optisch eine Schau, sondern aufgrund der 14 mitwirkenden Musikkapellen, 13 Trommlerzügen und zwei Spielmannszügen auch akustisch ein Hochgenuss.

„So ein süßes Dirndl“, sagte die elfjährige Jana Schmitz. „So eins möcht’ ich auch.“ Papa Uwe formulierte es ein bisschen anders, sprach von „schmucker Uniform“, während er eifrig mit dem Smartphone Fotos knipste. Die beiden Oldenburger Urlauber gehörten zu den dicht gedrängten Zuschauern, die gestern Nachmittag hellauf begeistert waren, als die Trachtler-Madl und -Buam im Alter von 5 bis 15 Jahren durch die Ludwig- und Münchner Straße marschierten und keineswegs schüchtern, sondern sichtlich stolz ihr G’wand bewundern ließen. Sie waren nicht nur „süß“ anzusehen, sondern in der Tat auch besonders schmuck, diese jüngsten Mitglieder der Werdenfelser Trachten-Vereine.

Die jungen Teilnehmer gaben ein prächtiges Bild ab – beste Werbung für Heimat, Tracht und Tradition: Die Mädchen mit ihren korrekt nach oben gebundenen Zöpfen und der rechten Hand am Schürzensaum, daneben die fröhlich juchzenden Buben. Und das alles in dem nur für den Eingeweihten erkennbaren, örtlich ein wenig unterschiedlichen Gewand der Werdenfelser.

Der kilometerlange Zug wurde nach der Gaustandarte vom gesamten Ausschuss der 1946 gegründeten Trachtenvereinigung angeführt. Als personell stärkste Delegation fielen die Mittenwalder ins Auge, die mit 583 Mitgliedern den personell größten Verein des Gaus besitzen und wie immer auch ihre Jugendgruppe mit Geigenbau-Zubehör ausgestattet hatten.

Nach dem Marsch durch den Ort ging’s dann im Festzelt freilich nicht nur ans wohlverdiente leibliche Wohl. Vielmehr stand nach kurzen Reden des Gauvorsitzenden Josef Mayr und des Jugendwarts Franz Mangold noch ein durchaus anstrengender Programmpunkt an: die Ehrentänze. Jeder örtlichen Gruppe war dafür von vornherein aufgegeben, was sie zu platteln hatte. Das reichte vom „Werdenfelser“ bis zum „Reith im Winkler“ und vom „Haushamer“ bis zum „Mühlradl“ und dem „Auerhahn“.

Bis auf „Die Werdenfelser“, die keine Jugendgruppe stellen, hatten sämtliche Vereine des heimischen Trachtengaus zum Jugendtag ihren Nachwuchs, immerhin ein Viertel der insgesamt 8000 Mitglieder entsandt. Bewunderung riefen aber nicht nur die Fußgruppen und die beiden Festwagen mit dem Gau- sowie dem Partenkirchner Gastgeber-Symbol hervor, sondern auch der vierspännige Transporter der Ettaler Klosterbrauerei.

Wer die Brauchtums-Veranstaltung im Herzen Partenkirchens heuer verpasst hat, bekommt nächstes Jahr wohl eine neue Chance. Wie zu erfahren war, organisiert der Partenkirchner Verein, mit 470 Mitgliedern der zweitgrößte in der Oberländer Vereinigung, auch 2018 den Gaujugendtag. Dann wieder mit den herzigen Nachwuchs-Trachtlern, die stolz die Tradition nach außen tragen.

Wolfgang Kaiser

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