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Ärgernis Gelber Sack: Das CSB fordert die Rückkehr zum 14-tägigen Abhol-Rhythmus.

Gemeinderat behandelt Dauerbrenner

Gelber Sack: Kommt ein neuer Abhol-Rhythmus oder gar die Tonne?

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Jeder denkt’s, und auch die Politik spricht drüber: Sie schauen einfach schrecklich aus, die Gelben Säcke, die sich hier wie dort in Garmisch-Partenkirchen stapeln. Jetzt unternehmen CSB und CSU einen neuerlichen Vorstoß, damit dieses Problem aus der Welt geschafft werden kann.

Garmisch-Partenkirchen – Er ist ein Dauerbrenner – und ein Aufreger. Der Gelbe Sack. Genauer gesagt der Rhythmus, in dem der Plastikmüll in Garmisch-Partenkirchen abgeholt wird. Seit der Gemeinderat 2015 beschlossen hatte, die Säcke aus Kostengründen – 90.000 Euro sparte der Markt damals damit – nicht mehr alle zwei, sondern alle vier Wochen abholen zu lassen, gibt’s Probleme und Ärger vor allem bei den Bürgern.

Und die Gemeinderäte bekommen immer wieder einmal Gelegenheit, dieses heiße Eisen anzupacken. Diesmal tut’s das Christlich Soziale Bündnis (CSB) in Person von Ursel Kössel. Sie fordert für die Sitzung des Kommunalparlaments (Mittwoch, 19 Uhr, Großer Sitzungssaal) zur Regelung zurückzukehren, die bis Juli 2015 galt. Soll heißen: Kössel und das CSB wollen wieder den 14-tägigen Rhythmus. Die Begründung: „Garmisch-Partenkirchen sei ein Kur- und Tourismusort. Die Säcke werden von Tieren aufgerissen und der Müll überall verstreut“, schreibt Kössel in ihrem Antrag. Somit werde Ungeziefer wie Ratten und Mäuse angezogen.“ Kössel schlägt vor, die Gebühren anzuheben, damit der Gelbe Sack in einem kürzeren Intervall entsorgt werden kann.

Eine Empfehlung, die für Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) nicht möglich ist, weil der Landkreis zuständig sei und der den Auftrag an einen Entsorger, der noch bis 2021 laufen soll, vergeben hat. „Uns sind die Hände gebunden“, sagt sie. Wotan Lichtmeß, den Chef der Gemeindewerke, hat sie eine Expertise erstellen lassen, die den Gemeinderäten vorliegt. In der beschreibt Lichtmeß haarklein, was Sache ist. Unter dem Punkt „Kostendimensionen und Möglichkeiten“ erklärt er, dass es nach Ansicht der Werksleitung denkbar sei, „eine zusätzliche vierwöchige Abfuhr mit eigenem Personal“ vorzunehmen. Voraussetzung sei eine Übernahme der Kosten durch den Markt Garmisch-Partenkirchen. Die beziffert Lichtmeß mit einer Größenordnung von über 100.000 Euro brutto. Da es ihm zufolge nicht zulässig ist, den finanziellen Aufwand für die zusätzliche Abholung des Gelben Sacks in die Abfallgebühren einzurechnen, „würde dieser Service ohne Gegenfinanzierung den Haushalt des Marktes in der vollen Höhe zusätzlich belasten“.

Eine Gelbe Tonne, die die CSU-Fraktion ins Spiel gebracht hat, kommt derzeit aus mannigfaltigen Gründen auch nicht in Frage. Lichtmeß hält sie allerdings für die bessere Lösung als den Gelben Sack, weil der Müll aufgeräumt sei. Diese Variante würden die Gemeindewerke bevorzugen, wenn sie zuständig wären. Allerdings verlangte dies zusätzliche Investitionen. Die Gemeindewerke müssten Meierhofer zufolge einen neuen Lkw anschaffen, der über eine Hebevorrichtung verfügt. Der Gelbe Sack hingegen kann durch normale Lastwagen abgefahren werden.

Die Verwaltung mit der Bürgermeisterin an der Spitze schlägt vor, beide Anträge abzulehnen. Wie die Gemeinderäte sich entscheiden, ist laut Meierhofer völlig offen. Sie wagt keine Prognose. „Der Gelbe Sack ist ein sehr emotional besetztes Thema und die Stimmung wechselt ständig.“

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