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So sieht‘s aktuell aus: das Kongresshaus am Richard-Strauss-Platz.

Gemeinderat trifft endgültige eine Entscheidung

Der Tag der Tage: Welches Kongresshaus-Modell macht das Rennen?

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Es ist ein wichtiges Thema, über das lange und intensiv beraten wurde. Jetzt ist die Zeit reif für eine Entscheidung, wie man mit dem Garmisch-Partenkirchner Kongresshaus verfährt.

Garmisch-Partenkirchen – Sie wird am Dienstag ausgestrahlt. Im großen Rathaus-Sitzungssaal läuft ab 19 Uhr die Folge von „Wer wird das Kongresshaus-Herzblatt?“. Eine vermeintlich unendliche Sendung findet ihr Ende. Im Finale gibt es sechs Kandidaten, zwischen denen sich die Gemeinderäte entscheiden müssen. Nur sind die Modelle ihnen, anders als in der legendären Kuppel-Show, nicht fremd und durch eine Wand getrennt. Die Kommunalpolitiker kennen die Varianten, die zur Wahl stehen – und wissen somit, auf was sie sich einlassen.

Ohnehin hatten sie mehr Zeit als ursprünglich geplant, sich zu positionieren. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) hatte den letzten Drehtag in der vergangenen Sitzung verschoben. Ganz bewusst. Zu bedeutend ist die Entscheidung. Ein Monat hin oder her – das fällt nun auch nicht mehr ins Gewicht. Die Gemeinderäte sollten „genügend Zeit bekommen, um sich Gedanken zu machen“, sagt sie. Am Dienstag, gut einen Monat später, fällt der Beschluss, welche der sechs Varianten für das Garmisch-Partenkirchner Kongresshaus den Vorzug bekommt.

Sitzfleisch sollten die Kommunalpolitiker jedenfalls mitbringen. Wie in der Juni-Sitzung werden ihnen die verschiedenen Modelle noch einmal vorgestellt. Es wäre untypisch, wenn die Präsentation ohne anschließende Diskussion auskommt. Schließlich gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Vorschlägen. 

Bürgermeisterin präferiert Light-Version

Die Rathaus-Verwaltung samt Meierhofer braucht keine Bedenkzeit mehr. Favorit ist klar Modell 3 – also Abriss des Gebäudes und Neubau, allerdings in der Light-Version. Heißt: Die Hauptnutzungsfläche würde sich etwa um die Hälfte verringern und bei 2700 Quadratmetern liegen. Beinhalten würde das Konzept einen großen, konzerttauglichen Saal und fünf flexibel gestaltbare Räume für Kongress-Workshops beispielsweise. Den großen Vorteil sieht Meierhofer unter anderem darin, dass eine Kulturförderung ins Spiel kommt. Allerdings, das gibt sie offen zu, wäre der Wettbewerb für die Katz gewesen. „Das Geld haben wir dann in den Sand gesetzt.“ Meierhofer ist aber überzeugt: Bedenkt man die hohen Unterhaltskosten bei anderen Varianten und den immer noch fehlenden Konzertsaal – holt die Gemeinde das Geld schnell wieder rein. „Das rechnet sich 100-mal.“

Von den anderen Versionen distanziert sich die Gemeindechefin. Vor allem vom Kongresshotel. Erstens, weil der Markt als Antragsteller kein Mitspracherecht mehr hätte, zweitens, weil er in Konkurrenz stehen würde, und drittens, weil bei GaPa-Tourismus 15 Angestellte genau diesen Bereich beackern. Für sie zu viele Haken.

Nicht minder kritisch sieht Meierhofer die CSB-Pläne, ein Kongresshaus im Bereich des Eisstadions zu errichten. Wo sei noch nicht klar, sagt sie. Von der zweiten Option – einem Tagungshaus auf dem Parkplatz am Eisstadion – habe sich die Partei ihr zufolge selbst verabschiedet. Wotan Lichtmeß, Chef der Gemeindewerke, wird dennoch in der Sitzung Stellung dazu nehmen. Meierhofer gegenüber hat er bereits Skepsis geäußert, die Flächen angesichts der Bad- und Stadion-Besucher zu überbauen. Das Herzblatt-Finale wird an Spannung also nichts vermissen lassen.

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