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Freuen sich über den Pfad: (v.l.) Peter Meinelt, Geologischer Berater für den Fremdenverkehrsverein, Zweiter Bügermeister Wolfgang Bauer, Doris Ganser, Zweite Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins, und Heiko Düsterhöft, Beirat und Initiator vom Fremdenverkehrsverein.

Geologischer Lehrpfad in Garmisch-Partenkirchen eröffnet

23 Steine suchen noch einen Sponsor

Der 1,6 Kilometer lange, geologische, Lehrpfad „Die Steine des Alpenraums“ ist fertiggestellt. Zu sehen sind in Garmisch-Partenkirchen 120 Exponate aus fünf Ländern.

Garmisch-Partenkirchen – 23 bunte Fotos, darunter Abbildungen eines Korallenkalks, eines Eklogits und anderer steinerner Schönheiten, baumelten an einer Leine, die am Partnachuferweg aufgespannt war. „Alles Abbildungen von Steinen, die zum Geologischen Lehrpfad gehören und noch einen ,Käufer‘ suchen“, erklärte Initiator Heiko Düsterhöft.

Circa 20 Gäste, darunter die Mitglieder des Garmisch-Partenkirchner Fremdenverkehrsvereins, der zweite Bürgermeister der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen, Wolfgang Bauer (CSU) Tourismusdirektor Peter Ries und Gemeinderäte trafen sich an der Bürgermeister-Vogel-Brücke bei schönstem Wetter zu einer kleinen Feier samt geologischer Schnitzeljagd. Anlass war die Fertigstellung des Projektes „Die Steine des Alpenraums“. Nach zwei Jahren ist der 1,6 Kilometer lange Geologische Lehrpfad, der entlang der Fluss-Promenade zwischen Bahnhofstraße und Olympia-Skistadion verläuft, im Prinzip fertig.

Auf zwölf Schautafeln gibt es ausführliche Informationen zu den auf dem Lehrpfad ausgestellten Exponaten aus fünf Alpenanrainerstaaten.

„120 Exponate aus den fünf Alpenländern säumen den längsten Lehrpfad dieser Art in Deutschland und wahrscheinlich in ganz Europa“, erläuterte Doris Ganser, Zweite Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins. Darunter sind auch Gabionen, wunderschön polierte Steintafeln an der Ufermauer, auf Säulen gesetzte kleinere Steine, ein „Edelstein-Stein“, bestückt mit Edelsteinen aus fünf Kontinenten, und originelle Steinspiele für Kinder zu finden.

Zwölf Informations- und Schautafeln sind aufgestellt, der schwerste Stein, der zu finden ist, wiegt 3,5 Tonnen, die ältesten ausgestellten Exemplare sind über 500 Millionen Jahre alt.

„Wir bewegen etwas“ lautet der Werbeslogan des hiesigen Fremdenverkehrsvereins, auf dessen Initiative hin der Lehrpfad entstand. Und genau das haben die Vereinsmitglieder mit dieser neuen Touristenattraktion, für die auch der Gästeführerverein inzwischen fachliche Exkursionenanbietet, erneut getan. „Die Gesamtkosten betragen bis jetzt circa 40 000 Euro. Rund 25 000 Euro kamen an Sponsorengeldern zusammen“, sagte Ganser. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich aus Vereinsmitteln und mit Spenden ohne öffentliche Zuschüsse. Die Zahl der ehrenamtlichen Stunden, die vor allem von Düsterhöft und seinen Vereinsmitstreitern, Steinmetz Jürgen Seefried, Peter Meinelt und Bruno Kifinger, geleistet wurden, ist nicht zu beziffern.

„Der Geologische Lehrpfad ist eine absolute Bereicherung des touristischen Angebots“, sagte Bürgermeister Bauer lobend. Er gab aber zu, dass er anfangs dem Projekt sehr skeptisch gegenübergestanden habe. Der jetzige Erfolg sei letztendlich dem beharrlichen Ringen Düsterhöfts zu verdanken.

Wer sich oder seiner Organisation ein bleibendes Denkmal setzen und einen Stein sponsern möchte, der Name wird am Stein verewigt, kann das ab 200 Euro tun. Weitere Spender sind laut Ganser jederzeit willkommen.

Margot Schäfer

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