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Auf diesem Gelände soll die Turnhalle entstehen.

Planungen beginnen frühestens 2019

Turnhalle für den TSV Partenkirchen wird deutlich teurer

Die Kosten haben sich nahezu verdoppelt: Bis zu 3,8 Millionen Euro wird die TSVP-Turnhalle voraussichtlich kosten. 

Garmisch-Partenkirchen – Der Bau wird 45 Meter lang, 30 Meter breit, 8 Meter hoch und kostet nach aktuellen Schätzungen 3,8 Millionen Euro: Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) und der stellvertretende Bauamtsleiter Markus Gehrle-Neff haben bei der Sitzung des Bauausschusses Informationen über die Vorplanungen für die künftige Dreifach-Turnhalle bekannt gegeben, die der Turn- und Sportverein Partenkirchen neben seinem Vereinsheim am Kainzenbad errichten will – und muss. Denn die Hallenzeiten sind, wie TSV-Vorsitzender Björn Michel bereits im vergangenen Jahr der Heimatzeitung gesagt hatte, „absolute Mangelware in Garmisch-Partenkirchen. Darum planen wir schon seit längerem, selbst aktiv zu werden“.

Im Bauausschuss kamen auch erstmals öffentlich Zahlen auf den Tisch: die Größenordnung dieser Dreifach-Turnhalle und vor allem die nun höheren Kosten. Im vergangenen Jahr war noch von 1,5 bis 2 Millionen Euro die Rede. Doch nachdem Gehrle-Neff in den zurückliegenden Monaten den Hallenbau zeichnerisch durchkonstruiert und damit auch Unterlagen für den Statiker geschaffen hatte, stehen nun 3,8 Millionen Euro an Kosten im Raum.

Wie alle heute üblichen größeren Bauwerke dieser Art, wird das Gebäude als Dreifachhalle entstehen. Außerdem muss es laut dem gemeindlichen Bauexperten vor allem aus optischen Gründen zur Hälfte in den moorigen Kainzenbad-Boden versenkt, den Gemeinderat Luis Maderspacher (CSU) in der Sitzung als „den schlechtesten Platz überhaupt“ bezeichnete. Darum wird der Bau auch auf mindestens zehn Meter in den Untergrund gebohrten Betonpfählen gegründet, verrät Gehrle-Neff. „Ein Verfahren, das auch beim Hubschrauber-Landeplatz am Klinikum angewandt worden war.“ Außerdem steht seit der Sitzung fest, dass das angrenzende Vereinsheim unverändert bleibt. Wie die 3,8 Millionen Euro finanziert werden können, muss der Turnverein nun zusammen mit der Kommune klären. Die Marktgemeinde ist Eigentümerin des gesamten Kainzenbad-Areals. Der Verein hat bereits Förderungen beantragt. Mit der eigenen Halle wird er sich in Zukunft zudem die Kosten für angemietete Hallenplätze sparen, was rund 60 000 Euro im Jahr ausmacht. Überdies könnte, so Meierhofer, die psychiatrische Lech-Mangfall-Klinik sowie der ebenfalls sehr nahe, am Skistadion untergebrachte Bundesstützpunkt Alpin Interesse an einer Hallennutzung haben.

Alles unter einen finanziellen und baulichen Hut zu bringen, „das wird aber noch dauern“, meint Gehrle-Neff. „Deshalb rechne ich auch damit, dass die Planungen für diese Halle, auch wenn sie noch so dringend ist, frühestens im nächsten Jahr erfolgen können.“

Wolfgang Kaiser

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