Der Bedarf ist groß

Geplantes Team-Ressort stark gefragt

Garmisch-Partenkirchen – Bezahlbare Wohnungen sind in Garmisch-Partenkirchen Mangelware. Vor allem für Azubis. Franz Hummel will dies mit seinem geplanten Teamressort ändern. Hiesige Hoteliers sollen nun bis Mitte Februar ihren Bedarf kundtun.

Franz Hummel schafft Wohnraum für Hotel-Mitarbeiter.

Bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Das trifft nicht nur für die Landeshauptstadt München zu, sondern auch auf Garmisch-Partenkirchen. Vor allem Azubis, die in der Regel mit geringem Lohn auskommen müssen, tun sich bei den aktuellen Mietpreisen schwer, etwas Passendes finden. Bauträger Franz Hummel will dies ändern – durch sein Teamressort an der Lagerhausstraße (wir berichteten). Bei einem Vortrag im Hotel Obermühle, zu dem der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (BHG) geladen hatte, haben Hummel und sein Prokurist Andreas Schamberger über das Projekt informiert.

Zahlreiche Hotelbetreiber waren erschienen, um mehr über das geplante Teamressort zu erfahren. Für ihre Angestellten ist das Thema sehr brisant, weiß Jutta Griess vom Rheinischen Hof. „Bezahlbare Wohnungen für Mitarbeiter sind für unsere Betriebe unglaublich wichtig. Wir brauchen das Teamressort.“

38 Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen sind nach aktuellem Plan für das Klinikum Garmisch-Partenkirchen vorgesehen. In diese sollen Pflegekräfte einziehen. Eine Umfrage, die Mitarbeiter der FH Holding GmbH im Klinikum gestartet hatten, zeigte, dass vor allem der Bedarf an Drei- Zimmer-Einheiten groß ist. Aber auch für Angestellte und Auszubildende der Hotellerie und Gastronomie soll Wohnraum geschaffen werden. Die Plannungen sehen vor, dass an der Lagerhausstraße 112 Single-Appartements für sie entstehen. Die Frage, die den Mitgliedern der Versammlung, allen voran der BHG-Kreisvorsitzenden Griess, unter den Nägeln brannte, war, wie viel die Wohnungen, die nur betrieblich genutzt werden dürfen, kosten und wie groß diese sein sollen. Darauf sind es jedoch aktuell noch keine genaue Antwort möglich.

Jutta Griess weiß, dass der Bedarf enorm ist.

Das liegt unter anderem daran, dass der genaue Bedarf der Hoteliers im Ort noch nicht bekannt ist. „Sagen Sie uns, was sie brauchen“, warf Hummel in die Runde. Möglichkeiten, wie das Ressort betrieben werden soll, gibt es ihm zufolge dann viele. Für weitere Gespräche seien allerdings konkrete Anfragen erforderlich. Um zu klären, wie groß das Interesse bei den ansässigen Betrieben ist, soll es der Hotel- und Gaststättenverband ähnlich handhaben wie das Klinikum. Mittels einer Umfrage wird nun eruiert, wie viele Wohnungen und in welcher Größe von den Betrieben benötigt werden. Das Ergebnis wird für Mitte Februar erwartet. „Die Besprechungen dafür laufen“, teilte Griess mit.

Sie hofft, dass man dabei schnell auf einen grünen Zweig kommt. „Es muss eine gute Lösung her“, betonte sie. Eine, die für beide Seiten wirtschaftlich vertretbar ist. Die Übernachtungszahlen in der Region wachsen schließlich. Das sei sowohl für Garmisch-Partenkirchen als auch die Unternehmen erfreulich. „Dafür braucht es aber mehr Personal. Und das muss auch wo wohnen.“

Magdalena Kratzer

Rubriklistenbild: © Kaiser Archiv

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