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Altes Finanzamt und Zollhaus: Wer zieht wann wo ein?

Abrams weiterhin blockiert

Pläne für Altes Zollhaus: Geriatronik statt Seniorenwohnungen?

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In Garmisch-Partenkirchen soll bald zu Assistenzrobotern geforscht werden, die das Leben von alten Menschen erleichtern. Start könnte schon am 1. April sein. Allerdings sind noch einige Hürden zu überwinden. Vor allem die Standortsuche gestaltet sich schwierig. Jetzt scheint eine Übergangslösung gefunden.

Garmisch-Partenkirchen – Das Abrams-Gelände und das darauf befindliche Haus Flora, das ehemalige Gästehaus des AFRC (Armed Forces Recreation Center), galten stets als die Örtlichkeiten, in denen Professor Sami Haddadin mit zehn Millionen Euro aus der Leifheit-Stiftung sein Forschungszentrum in Sachen Geriatronik aufziehen wollte. Jetzt scheint es anders zu kommen. Weil das Bayerische Sozialministerium das Areal weiter als Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber nutzen möchte, ist das Gelände wohl noch längere Zeit blockiert. Deshalb befindet sich die Gemeinde auf der Suche nach einer anderen Liegenschaft, in die die Wissenschaftler einziehen können.

Am besten eine, die der Gemeinde uneingeschränkt zu Verfügung steht, über die sie nach Gutdünken beschließen kann. Gerüchte besagen, dass es sich dabei um das Areal neben dem Alten Finanzamt handeln soll. „Das ist nicht ganz falsch“, sagt Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). Sie räumt ein, dass Haddadin „für eine bestimmte Zeit“ – im Gespräch sollen zwei Jahre sein – mit seiner Denkfabrik in den Anbau einzieht. Auf dem Grundstück des Alten Zollhauses, das hinter dem Alten Finanzamt liegt und das der Gemeinde gehört, hatten die Planungen bisher kleine Wohnungen für bedürftige alte Menschen vorgesehen. Dieses Ziel hat man im Rathaus indes nicht aus den Augen verloren, obwohl sich dieses Projekt nun verzögern dürfte. Horst Demmelmayr, Vorsitzender des Seniorenbeirats, ist von der Entwicklung nicht begeistert: „Das ist nicht in unserem Sinn. Wir haben unsere Bedenken lauthals in nichtöffentlicher Sitzung des Gemeinderat vorgebracht.“

Ob der anvisierte Einzug von Haddadin und seinen Forschern zum 1. April zu halten sein wird? Meierhofer ist unsicher und nennt diesen Termin „sehr sportlich“. Bislang ist weder ein Vertrag mit dem Gewinner des Deutschen Zukunftspreises geschlossen noch mit der Technischen Universität (TU) München. Meierhofer zufolge ist der mit der TU indes „in Arbeit. Für uns steht die Gemeinnützigkeit über allem“.

2018 sollte auch mit dem Umbau des Alten Finanzamts, das der Markt im Dezember 2016 ebenfalls mit Geld der Leifheit-Stiftung für 2,601 Millionen Euro vom Freistaat Bayern gekauft hatte, in ein Seniorenzentrum begonnen werden. Das steht mittlerweile wieder leer. In den Räumen logierten bis Oktober 2017 Bedienstete des Landratsamts. Die waren wegen des Umbaus und Sanierung der Kreisbehörde ausgelagert worden. Wann die Innenarbeiten starten können, steht noch in den Sternen. Es müsse erst ein Ideenwettbewerb veranstaltet werden, sagt Meierhofer. „Dass nicht EU-weit ausgeschrieben werden muss, könnte die Angelegenheit beschleunigen.“ Meierhofer erwartet bis Sommer erste Vorschläge. Allerdings müssen diese auch die Belange des Denkmalschutzes berücksichtigen.

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