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Gesundheitstage im Kongresshaus: Vorsorge im Fokus

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Von: Barbara Falkenberg

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Ein breites Angebot erwartet die Besucher der Gesundheitstage im Kongresshaus. © Königbauer

Die dritte Auflage zeigt’s: Das Konzept der Gesundheitstage in Garmisch-Partenkirchen geht auf. Besucher und Anbieter waren gleichermaßen angetan von dem, was sie im und vor dem Kongresshaus erleben und erfahren konnten.

Garmisch-Partenkirchen – Informationsstände, Vorträge, Tests und Messungen sowie Aktionen zum Mitmachen und Ausprobieren – bei den dritten Gesundheitstagen, die die Zugspitz Region GmbH und die Gesundheitsregion Plus im Landkreis Garmisch-Partenkirchen veranstaltet hatten, gab es am Wochenende im Kongresshaus viel zu entdecken. Gut 2000 Besucher aus nah und fern nahmen heuer das Angebot wahr. „Etwas weniger als im vergangenen Jahr“, bedauert Gesundheitsmanagerin Petra Hilsenbeck. Den Grund dafür sieht sie im traumhaften Herbstwetter, das zu verschiedenen Freiluft-Aktivitäten einlud. Ihr Trost: „Da haben die Leute ja auch etwas für ihre Gesundheit getan.“

Unter dem Motto „G’sund sein, g’sund bleim“ und unter dem Themenschwerpunkt Seniorengesundheit standen Bewegung, Ernährung, Entspannung, Vorsorge und Früherkennung im Mittelpunkt. Ohne Arzttermin und lange Wartezeiten konnte jeder seine Venenfunktion, Gehör oder Sehschärfe kontrollieren lassen. Insgesamt 70 Anbieter, darunter Ärzte, Apotheken, Heilpraktiker und Hotels, informierten über Prävention, Therapien und Rehabilitation. „Die große Nachfrage bei Anbietern und Gästen zeigt, dass unser Konzept aufgeht“, sagt Hilsenbeck.

Wie fühlt man sich als 80-Jähriger? Der Altersanzug zeigt‘s 

Einer der Programmhöhepunkte war die Möglichkeit, in einem speziellen Anzug, der Alterungsprozesse simuliert, nachzuempfinden, wie man sich als 80-Jähriger fühlt. Ganz neu dabei war dieses Mal die Blindeninstitutsstiftung, die einen Container auf dem Richard-Strauss-Platz aufgestellt hatte, in dem es stockdunkel war. „Die Besucher erleben hier, wie es ist, ohne Augenlicht zurechtkommen zu müssen“, erklärt Daniela Döbler. Verschiedene Bodenbeläge, Wandverkleidungen und Gegenstände wie Zwiebeln, Stifte oder Kämme konnten erfühlt werden. Und jeder Besucher konnte sich ohne visuellen Sinn ein Getränk einzuschenken, es bezahlen und dann austrinken. Was sich für manch’ einen als gar nicht so einfach herausstellte. „Ich hätte nie gedacht, dass es so schwierig sein würde“, sagt Albert Gebert aus Heilbronn. „Ohne Augenlicht zu sein, war eine interessante Erfahrung.“

Es waren auch heuer wieder vor allem die vielen Mitmach-Aktionen, die bei den gesundheitsbewussten Gästen viel Zuspruch fanden. So auch das Memory Spiel für die Nase, das die Heilpraktikerin für Psychotherapie, Barbara Daniel-Leppich aus Garmisch-Partenkirchen zusammengestellt hatte. Sie setzt Aroma-Therapien im Bereich der Vorsorge und als Schlaf- und Konzentrationsförderung ein. Bei ihr galt es, an verschiedenen kleinen Töpfen zu schnuppern und den Duft zu erkennen. Jochen Müller und Elena Schunk aus Nürnberg waren nicht die Einzigen, die sich bei dieser Übung schwer taten.

Moorbäder, Wärmeliege und Infrarotstrahlen - für jedes Bedürfnis ein Angebot

Aber es gab auch viele, die Wege zur Entspannung von Körper und Geiste suchten. Andrea Schäfer machte sich am Stand des Parkhotels Bad Bayersoien bei Katharina Wernsche schlau, wie sie mit Moorbädern und -packungen etwas für sich tun kann. „Sonst bin ich immer nur für die anderen da, hier hole ich mir Ideen und Anregungen für mein eigenes Wohlbefinden“, sagt die Kosmetikerin und Visagistin aus der Marktgemeinde. Und bei Claudia Bergstein aus Uffing lag man auf einer Wärmeliege wie in einem Himmelbett. „Die Infrarot und Wärmestrahlen helfen meinem akuten Hexenschuss“, erklärt eine ältere Dame. Klaus Riedel bestätigte „ein sehr angenehmes Gefühl“, auch wenn der 78-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen ohne Beschwerden war. „Noch bin ich gesund und munter, und damit das so bleibt, erkundige ich mich immer wieder, was ich vorbeugend für eine bleibende Gesundheit tun kann.“ Bei dieser Vielfalt und dem attraktiven Mitmach-Angeboten überwog der Spaß. Und man weiß ja: In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist...

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