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Fünf Wochen gesperrt wird die Bundesstraße 23 zwischen Griesen und Grainau.

Auch Österreicher kommen nicht nach Bayern

Straße zwischen Griesen und Grainau bald gesperrt:  Ortsteil ist für Fahrzeuge teilweise abgeschnitten

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Die Nachricht kam überraschend und schlug ein wie eine Bombe: Die Straße zwischen Griesen und Grainau muss in Kürze komplett gesperrt werden. Der Grund: gefährlicher Steinschlag. 

Update vom 15. Mai: Griesen ist von der Außenwelt abgeschnitten. Wie die Anwohner mit der Situation umgehen, berichtet Merkur.de.

Straße zwischen Griesen und Grainau bald gesperrt:  Ortsteil ist für Fahrzeuge teilweise abgeschnitten

Griesen – Ein notwendiges Übel. Anders lässt sich die Baustelle nicht bezeichnen Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Pendler und Anwohner sind in Sorge: Vom 13. Mai bis einschließlich 14. Juni soll die Bundesstraße 23 zwischen Grainau und dem Garmisch-Partenkirchner Ortsteil Griesen komplett gesperrt werden. Die einzige Verbindungsstrecke für Fahrzeuge zwischen den beiden Orten.

Notwendig ist das Vorhaben, weil Gefahr in Verzug ist. Das macht Nadine Heiß vom Staatlichen Bauamt Weilheim klar. „Da sind teilweise tonnenschwere Steine in der Felswand, die auf die Straße oder die Bahnlinie stürzen könnten“, warnt die Abteilungsleiterin, die für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen zuständig ist. Das bestätigte ein Gutachten der Zentralstelle für Ingenieurbau und Georisiken der Bayerischen Staatsbauverwaltung. Diese wurde für die Analyse beauftragt, nachdem „in den letzten Jahren vermehrt Steinschläge im Bereich der Felswand Ochsenhütte abgingen“. Frostschäden seien dafür verantwortlich, sowie die Wurzeln der Bäume, die in die Wand wachsen. Starkregen sei besonders gefährlich.

Züge fahren weiterhin

Das Übel haben nun Anwohner, Pendler und Touristen: Ab Höhe Ochsenhütte muss auf über 420 Metern in Richtung Griesen der Fels abgesichert werden, was eine Totalsperre nach sich zieht. „Wir achten dabei auf den Berufsverkehr“, sagt Heiß. So wird von Montag bis Freitag die Straße von 8 Uhr morgens bis 17 Uhr dicht gemacht. „Die meisten Pendler können davor zur Arbeit und danach zurück.“ Am Wochenende soll eine Ampelregelung chaotische Verhältnisse mit Touristen verhindern. 

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Garmisch-Partenkirchens Vizebürgermeister Wolfgang Bauer (CSU) bohrte während einer Vor-Ort-Besichtigung am Donnerstag trotzdem nach: Ob es nicht doch möglich ist, „eine durchgehend einspurige Lösung zu finden“, fragte er. Keine Chance, meinte Heiß. „Die Stelle ist viel zu eng.“ Das Bauamt will als Verantwortliche für die Strecke keinerlei Risiko auf sich nehmen, wenn sich ein Felsbrocken lösen und ein Fahrzeug treffen sollte. Auf 7500 Quadratmetern Fläche müssen neben den großen Felsen auch Bäume gefällt und abtransportiert werden. 1600 Felsanker mit einer Länge von jeweils zwei bis vier Metern halten das Netz. Die Züge fahren aber weiterhin. „Wir sind in enger Abstimmung mit der Bahn“, sagt Heiß.

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Auch Blaulicht-Organisationen sollen bei Notfällen zeitnah zur Stelle sein. Das gestaltet sich allerdings kompliziert: Wird die Leitstelle alarmiert, müssen sie zuerst die Arbeiter auf der Baustelle informieren. Diese haben dann innerhalb weniger Minuten dafür zu sorgen, dass Rettungsfahrzeuge passieren können. Sollte das aufgrund der Bauarbeiten gerade nicht möglich sein, „müssen kleinere Einsatzfahrzeuge auf den Geh- und Radweg neben der Straße ausweichen“. Das Bauamt sei hier in enger Abstimmung mit den Tiroler Nachbarn. „Die Freiwillige Feuerwehr wäre bei Notfällen sofort zur Stelle“, bestätigt Ehrwalds Bürgermeister Martin Hohenegg. Er habe bereits mit dem Kommandanten gesprochen.

Unterschriftenliste liegt aus

Alle Probleme sind damit aber noch lange nicht vom Tisch. In Griesen lag tagelang eine Unterschriftenliste aus, die bereits den Verantwortlichen überreicht wurde. Die Bewohner fürchten, dass Blaulichtfahrzeuge durch die Sperrung bei Notfällen nicht rechtzeitig nach Griesen kommen könnten. Zudem würden keine Pendler berücksichtigt, die beispielsweise in Frühschicht arbeiten und um die Mittagszeit wieder nach Hause wollen. Auch Schulkinder hätten das Nachsehen. Diese seien bisher mit einem Großraum-Transporter abgeholt und wieder nach Griesen gebracht worden. Der Zug wäre für Erstklässler keine Alternative, zumal er täglich nur achtmal in Richtung Griesen und neunmal in Richtung Garmisch-Partenkirchen fährt. „Wir arbeiten gerade an einer Lösung“, bestätigt Heiß. Sie will die Betroffenen in Kürze kontaktieren – auch jene Griesener Handwerksfirmen, die bereits Aufträge im Landkreis Garmisch-Partenkirchen angenommen haben und aufgrund der Sperre nun nicht mehr zu den Baustellen gelangen.

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Dass die Kommunikation vorab mit den Bürgern gescheitert ist, räumt Heiß ein: „Das nehme ich für künftige Projekte mit“, sagt sie bezüglich dieser Negativ-Erfahrung. Schließlich wurden bei der Verkehrsvorbesprechung am 9. März 2019 so gut wie alle Institutionen informiert. Alle, aber eben nicht jene, die die Vollsperrung ab dem 13. Mai täglich betrifft: die Griesener selbst.

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Für großen Ärger sorgte am Osterwochenende ein Bahnhofstreppe im Raum München. Da der Bahnhof derzeit  barrierefrei umgebaut wird, mussten die Fahrgäste in Feldkirchen umsteigen. Als die Passagiere die Treppe sahen, über die sie gehen sollten, brach eine Frau sogar in Tränen aus.

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