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Neue Corona-Reisewarnungen: Weitere Regionen zu Risikogebieten erklärt - insgesamt 14 von 27 EU-Ländern betroffen

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Ein Kleinbus liegt auf der linken Seite, Feuerwehrmänner stehen an den Hecktüren.
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Totalschaden ist am Kleinbus entstanden. Der Fahrer rannte nach dem Unfall davon.

Nach 45 Minuten Suche wird 30-Jähriger verletzt gefunden

Großeinsatz in der Nacht: Mann rennt nach Unfall davon - Er hatte keinen Führerschein

  • Katharina Bromberger
    vonKatharina Bromberger
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Einen Großeinsatz hat ein Passauer (30) in der Nacht auf Donnerstag in Garmisch-Partenkirchen verursacht. Mit seinem Kleinbus baute er kurz nach dem Tunnel Farchant einen Unfall. Dann lief er davon. Unter Schock. Oder, weil er so manches getan hat, was nicht erlaubt ist. Oder beides.

Der rote Kleinbus liegt auf der Straße. Auf die linke Seite ist er gekippt. Die Windschutzscheibe geborsten. Der Wagen Totalschaden. Nur über die Beifahrertür oder das Heck kommt der Fahrer nach draußen. Eine der beiden Varianten muss er gewählt haben. Und er rennt davon. Vielleicht einfach nur, weil er unter Schock steht. Später wird sich jedoch auch herausstellen: Er hatte allen Grund zu flüchten.

Mit seinem Verhalten löste er auf jeden Fall einen Großeinsatz aus. Rettungskräften (ca. 100 Mann), bestehend aus Kräften der Feuerwehren Garmisch, Partenkirchen und Farchant, dem Rettungsdienst, der Rettungshundestaffel und mehreren Polizeistreifen suchten nach ihm. Auch ein Polizeihubschrauber befand sich im Anflug, im Einsatz wurde er nicht mehr benötigt.

Nach Suchaktion der Einsatzkräfte: Weitere Verletzte ausgeschlossen

Am Mittwochabend gegen 22.40 Uhr war der Mann, ein 30-jähriger Passauer, mit einem Mercedes Sprinter auf der Bundesstraße 2 Richtung Garmisch-Partenkirchen unterwegs. Kurz nach dem Tunnel Farchant geriet er aus bislang unbekannter Ursache ins Schleudern, touchierte zunächst eine Leitplanke am rechten Fahrbahnrand, im weiteren Verlauf zudem eine Leitplanke am linken Fahrbahnrand. Der Wagen überschlug sich und blieb auf der Seite liegen.

Ein Mann, der gerade von seiner Schicht bei der Berufsfeuerwehr in München nach Hause fuhr, sah noch, wie der Fahrer davonlief. Doch versicherte er sich zunächst, ob jemand im Wagen saß, vielleicht jemand Hilfe brauchte. Fehlanzeige. Doch niemand konnte mit Sicherheit sagen, ob womöglich doch mehrere Personen beteiligt, vielleicht sogar verletzt waren. Aus diesem Grund erfolgte eine groß angelegte Suche im Umfeld der Unfallstelle. Immerhin: Weitere Verletzte oder Mitfahrer konnten die Einsatzkräfte ausschließen. Spätestens, als sie nach etwa 45 Minuten, laut Polizei um 23.30 Uhr, den Fahrer des Wagen in Farchant fanden. Der Rettungsdienst versorgte ihn und brachte den Mann zur weiteren Behandlung mit Verletzungen an den Beinen ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen.

Fahrer wohl alkoholisiert und ohne Führerschein unterwegs

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass der 30-jährige Passauer gleich gegen mehrere Regeln verstoßen hat. Offenbar stand er unter dem Einfluss von Alkohol, besitzt keine gültige Fahrerlaubnis. Zudem hat er den Sprinter wohl widerrechtlich genutzt. Was genau darunter zu verstehen ist, muss laut Polizei erst noch geklärt werden. Von Diebstahl jedenfalls spricht Markus Stückl von der Inspektion Garmisch-Partenkirchen nicht. Aber der Mann habe den Sprinter "wohl einem Bekannten weggenommen" und sei gegen dessen Willen damit gefahren. Ob der Passauer unter Schock die Unfallstelle verlassen hat oder tatsächlich aufgrund seiner Vergehen davongelaufen ist, konnte Stückl am Donnerstag nicht abschließend beurteilen. Details zum Unfallhergang sollen weitere Ermittlungen ergeben.

Unter anderem muss sich der Passauer wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten. Im Klinikum erfolgte eine Blutentnahme.

Am Unfallfahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von etwa 6000 Euro. Fahrbereit war er nicht mehr, er musste abgeschleppt werden. An den Leitplanken beträgt der Sachschaden rund 800 Euro. Der Tunnel Farchant blieb während der Unfallaufnahme bis etwa 1 Uhr in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

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