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Gut besucht: die 15. Werdenfelser Autotage im Garmischer Zentrum.

28 Marken auf einen Blick

Großer Ansturm bei den Werdenfelser Autotagen

Sonnenschein und ein großer Ansturm der Kunden haben die 15. Werdenfelser Autotage wieder zum Erfolg werden lassen. Groß war dabei das Interesse an SUVs. Ein besonders schneller Flitzer, ein Mercedes-AMG-Cabrio, zog viele Blicke auf sich.

Garmisch-Partenkirchen – Mit wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein starteten die 15. Werdenfelser Autotage ins Wochenende. Genau so, wie es sich Organisator Sven Wiggershaus gewünscht hatte. Pünktlich um 10 Uhr strömten die ersten Besuchermassen durch die Garmischer Fußgängerzone, um durch ein großes Angebot von Fabrikaten zu schlendern. Dicht an dicht standen die Fahrzeuge, beginnend an der Kreuzung Von-Brug-/Parkstraße über den Richard-Strauss- bis hin zum Marienplatz.

Die weiten Wege, die zwischen den einzelnen Autohäusern liegen, konnte man sich so ersparen. Eher hatte man die Qual der Wahl. 17 Händler, von denen die meisten schon seit vielen Jahren dabei sind, stellten ihre Modelle vor. „Von 35 bestehenden Automarken sind in unserem Landkreis 28 vertreten. Wir sind mit einer großen Markenvielfalt gesegnet“, erklärte Wiggershaus. Der Marketingverantwortliche des Autohauses Heitz in Garmisch-Partenkirchen organisierte das Event heuer zum fünften Mal zusammen mit den örtlichen Händlern Hornung und Stanglmair. „Es ist die Gelegenheit mit den Kunden lockere Gespräche zu führen“, sagte er. „Viele kommen danach in den Laden. Die Resonanz ist noch Wochen später zu spüren.“

Das Interesse an Elektroautos ist derzeit eher spärlich vorhanden

Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) zählte zu den frühen Besuchern. „Die Autoindustrie ist ein wichtiger Teil des Wirtschaftsangebotes“, betonte sie. „Außerdem bietet sich hier für den kritischen Verbraucher die Gelegenheit, sich eingehend zu informieren.“ Sie ist am liebsten mit dem Fahrrad unterwegs, hat sich aber unlängst einen Hybrid bestellt. „Ich möchte die Elektromobilität fördern und ein Zeichen setzen.“

Das Interesse an Elektroautos ist nach Aussage der einzelnen Händler derzeit eher spärlich vorhanden. „Es gibt noch zu viele Hinderungsgründe, wie die kurze Reichweite, den fehlenden Heizkomfort im Winter und das Tankproblem“, erklärte Christian Stechl vom Autohaus Hornung. Außerdem seien sie finanziell nicht besonders rentabel. Trotzdem bauen die Konzerne auf eine konsequente Weiterentwicklung der Technologie, denn das Öl ist endlich. So plant Mercedes für 2018 die Gründung der Firma EQ, die sich rein auf die Elektromobilität konzentrieren will. Auch den Mazda MX5 soll es ab 2020 als Hybrid geben. BMW hat derzeit fünf Hybridfahrzeuge und mit dem i3 ein reines Elektrofahrzeug aus wiederverwertbaren Materialien auf dem Markt, welche man am Wochenende genau unter die Lupe nehmen konnte. Das Murnauer Autohaus Schwaller bot mit dem Nissan Leaf vor Ort Probefahrten an. „Das ist ein ganz anderes Fahrgefühl“, betonte Thomas Schwaller.

In den nächsten zehn Jahren wird sich in der Entwicklung viel tun

Weiterhin gut läuft der Absatz von Dieselfahrzeugen. Trotz ihres geschädigten Rufes sind diese nach wie vor die wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Lösung für Vielfahrer und als Nutzfahrzeuge. „Man kann schon eine gewisse Skepsis beobachten“, gab Tino Norello vom Weilheimer Autohaus Walter zu. „Doch der Verkauf ist in keiner Weise zurück gegangen. Diesel machen nach wie vor 90 Prozent unseres Umsatzes aus. Und die neuen Fabrikate erfüllen alle die EU6-Norm.“ Es fällt den Händlern schwer, weitere Prognosen zu diesem Thema zu stellen doch für Stechl stand fest: „In den nächsten zehn Jahren wird sich in der Entwicklung mehr tun, als in den vergangenen 35. Es bleibt spannend.“

Ein wachsender Absatz ist – und da waren sich alle Händler einig – ganz deutlich bei den SUVs zu erkennen. „Dies ist das einzige Segment, das steigt“, betonte Serviceleiter Martin Baader vom Autohaus Stanglmair. Und das aus einem einfachen Grund. „Die Leute wollen höher sitzen.“

Buntes Programm - für Autoliebhaber und Kinder

Wer plant, sich etwas Wind um die Nase wehen zu lassen, der konnte am Stand vom Autohaus Kröninger Motorroller, Quads und ein Quadro – ein Motorrad mit vier Rädern – begutachten. Campingfreunde kamen ebenso auf ihre Kosten, wie die Liebhaber schneller Flitzer. Ein Highlight, das besonders viele Blicke anzog: ein Mercedes S63 Cabrio, dessen Kosten jenseits der 200 000 Euro liegen.

Die Organisatoren hatten gegen jede Art von Langeweile vorgesorgt. Stelzenläufer und Zauberer Martin genoss das Spektakel von oben und knotete in drei Metern Höhe Luftballonfiguren für die Kleinsten. In einem Fahrsimulator konnte man erleben, wie es sich mit virtuellen 0,8 Promille fährt. Mit Hilfe einer VR-Brille durften die Besucher an einer Rennfahrt mit Bruno Spengler teilnehmen. In einer Hüpfburg am Mohrenplatz konnten sich die Kinder nach Lust und Laune austoben. Petrus meinte es bis zuletzt gut mit den Organisatoren. Pünktlich zum Ende des ersten Tages um 17 Uhr fielen die ersten Regentropfen. Sonntag früh brachen kurz vor Beginn wieder die ersten Sonnenstrahlen durch. Wiggershaus zeigte sich erfreut: „Nach den Wetterkapriolen der vergangenen Woche bin ich mehr als zufrieden, dass es so gut gehalten hat.“

Beate Berger

Hier gibt‘s die schönsten Fotos der Werdenfelser Autotage:

Bilder von den Werdenfelser Autotagen in Garmisch-Partenkirchen

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