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Die Arbeiten auf dem neuen Bahnhofsareal an der Lagerhausstraße sind bereits in vollem Gang.

Grünes Licht vom Bauausschuss

Nächster Schritt zum neuen Bahnhofsareal

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Die Arbeiten für das Hostel und den ersten Teil des Teamresorts an der Lagerhausstraße laufen. Jetzt hat der Bauausschuss grünes Licht für zwei weitere Gebäude und die Tiefgarage gegeben. Was an Stelle der Kletterhalle entstehen soll, wird abgestimmt.

Garmisch-Partenkirchen – Erleben, begegnen, wohnen – darauf richtet Franz Hummel seinen Fokus bei der Erschließung des Areals zwischen Bahnhof und Lagerhausstraße. Und das nimmt Formen an. Im Bauausschuss des Garmisch-Partenkirchner Gemeinderats wurden jetzt mehrheitlich die nächsten Vorhaben abgesegnet: ein Wohn- und ein Appartementgebäude sowie eine Tiefgarage mit 150 Stellplätzen. Damit ist freilich die 12 000 Quadratmeter große Fläche noch nicht vollständig überplant, weshalb der Investor darauf hinwies, dass weitere Bauanträge in Vorbereitung sind.

Die Vorarbeiten für das Hostel, gleich im Anschluss an das bestehende Gebäude an der Lagerhausstraße, und einen Teil des Teamresorts mit 38 Einheiten fürs Klinikum laufen bereits. Dafür liegen die Genehmigungen längst vor. „In den nächsten Wochen beginnen wir mit dem Bau“, kündigt Hummel an. Loslegen kann er nun mit einem weiteren Gebäude des Teamresorts, in dem Wohnungen für Mitarbeiter des Hotel- und Gaststättengewerbes geschaffen werden sollen. Nachdem die Umfrage bei den Betroffenen ergeben hat, dass Bedarf an Drei-Zimmer-Einheiten besteht, bedurfte es hierfür einer Ausnahmegenehmigung. „Die brauchen nicht nur Single-Appartements“, erklärte der Bauträger im Ausschuss. Die Sorge des Gremiums, dass durch diese Umplanung die von der Gemeinde geforderte Gesamtzahl von 140 Wohnungen nicht erreicht wird, konnte Hummel rasch entkräften: „Die Anträge für die Gebäude entlang der Bahnlinie sind noch nicht fertig. Aber insgesamt kommen wir wohl auf 165 bis 170.“ Dem hatten die Mitglieder des Bauausschusses nichts mehr entgegenzusetzen und segneten das Ganze mit 9:1-Stimmen ab.

Für die Gestaltung des anschließenden Appartement-Gebäudes gab’s ebenfalls grünes Licht. Nachdem dieses Haus zum Teil ins Nachbargebiet hineinreicht, galt es auch hier, Ausnahmen zu genehmigen. Das betrifft das Flachdach (8:1), das Glas an den Balkonbrüstungen (8:1) und die Steinfassade im unteren Bereich (8:2). Entscheidend für Hummel ist, dass das gesamte Areal „aus einem Guss“ ist. „Wir wollen etwas Besonderes, etwas Nicht-Austauschbares schaffen.“

Parken können all die Menschen, die künftig im neuen Bahnhofsareal wohnen, beziehungsweise Urlaub machen, in einer Tiefgarage. Im Ausschuss wurde allerdings deren Größe in Frage gestellt. Schließlich werde diese nicht nur von den Gästen des Hostels, sondern auch von den Mietern der verschiedenen Wohnungen genutzt, warf Bauamtsleiter Jörg Hahn ein. „Berechnungen zeigen aber, dass die 150 Plätze reichen“, betonte Hummel auf Tagblatt-Nachfrage. Zumal für das Teamresort ein anderer Schlüssel gelte, ähnlich wie bei Studentenwohnheimen. „Da haben nicht alle einen eigenen Pkw“, erklärt Hummel. Für das, was im Moment vorgesehen ist, reiche das Angebot, bestätigt Markus Gehrle-Neff, stellvertretender Bauamtsleiter. Noch liegen nicht alle Anträge vor, „das heißt, eventuell geht die eine oder andere Nutzung dann doch nicht. Aber das ist das Risiko von Herrn Hummel.“

Somit ist klar, was im hinteren Bereich des Areals passiert. Wie der Platz, auf dem bislang die Kletterhalle vorgesehen war, gestaltet wird, ist derweil noch fraglich. „Ich will keinen zusätzlichen Wohnraum schaffen“, bekräftigt der Investor. „Das bleibt ein Sondergebiet Tourismus.“ Wie dieses mit Leben erfüllt werden soll, das muss er nun mit der Gemeinde abstimmen. Eine Idee ist, das Hostel zu erweitern. Durch diese Umplanung geht Hummel dem Ärger mit den Nachbarn aus dem Weg, die eine Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan eingereicht haben. Ihnen war insbesondere die vorgesehene Kletterhalle zu massiv und zu hoch. Somit verlegt Hummel dieses Projekt auf die andere Seite der Bahngleise an die Olympiastraße – „zum Eisstadion, Schwimmbad und zur Zugspitzbahn passt es auch thematisch besser “ – und wird die frei werdende Fläche „niedriger und lockerer“ bebauen. Ansonsten hält er aber an seinen Plänen fest, zu denen auch gehört, die ehemalige Güterabfertigung durch einen gastronomischen Betrieb neu zu beleben.

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