Ein Mann und eine Frau sitzen auf einer Bank und klatschen.
+
Im Bann von Strauss: Minister Florian Herrmann und seine Frau Renate im Michael-Ende-Kurpark.

Gute Signale in Richtung Freistaat

„Absolut richtig“: Minister Florian Herrmann befürwortet 100.000 Euro für Strauss-Tage

  • Tanja Brinkmann
    VonTanja Brinkmann
    schließen

Einen richtigen Staatsempfang gab‘s heuer nicht bei den Richard-Strauss-Tagen in Garmisch-Partenkirchen. Ein Minister war trotzdem vor Ort: Florian Herrmann sprach sich für dauerhafte Unterstützung der Reihe durch den Freistaat aus

Garmisch-Partenkirchen – Seine erste Begegnung mit Richard Strauss hatte Florian Herrmann als Student: „Die schweigsame Frau“ in der Münchner Oper. „Das hat mich wahnsinnig beeindruckt“, erinnert sich der Minister für Bundesangelegenheiten und Medien (CSU). Gestern erlebte er die Musik des weltberühmten Komponisten erstmals in dessen Wahlheimat Garmisch-Partenkirchen – und war wieder beeindruckt. „Das ist schon etwas Besonderes“, meinte er im Tagblatt-Gespräch nach dem Matineekonzert im Michael-Ende-Kurpark. Deshalb steht für ihn auch außer Frage, dass der Freistaat die Strauss-Tage dauerhaft unterstützen muss. „Absolut richtig“, findet er die Förderung in Höhe von 100.000 Euro, die heuer geflossen ist.

Dass es dabei bleibt, ist vor allem Florian Streibl ein Herzensanliegen. Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Bayerischen Landtag setzt sich seit Jahren dafür ein, dass der Freistaat seinen bedeutenden Komponisten entsprechend würdigt. In dem neuen Format sieht der Oberammergauer „ein gutes Signal“. Zur Erinnerung: Nach dem sechsstelligen Defizit, das 2019 unter Alexander Liebreichs künstlerischer Leitung aufgelaufen war, entschied sich der Markt für einen Neustart in bescheidenerem Rahmen und gegen ein Festival. Die Gemeinde habe bewiesen, dass sie „mit einem begrenzten Budget etwas Hochwertiges und Gutes schaffen kann“. Für ihn die große Chance, dass es bei den 100 000 Euro Zuschuss bleibt und das Engagement des Freistaats verstetigt wird.

Auch ohne Staatsempfang bleibt genug Zeit für Gespräche mit dem Minister

Ein Zeichen der Wertschätzung sind auch die Staatsempfänge, die seit einigen Jahren zu Strauss’ Ehren stattfinden. Deshalb war Herrmann mit seiner Frau Renate nach Garmisch-Partenkirchen gekommen. Auf den Umtrunk und Häppchen nach dem Konzert mussten sie wie alle Gäste jedoch verzichten – corona-bedingt. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Und die Gelegenheit zu Gesprächen bot sich trotzdem – vor und nach dem Auftritt des Salzburg Ensembles unter Leitung von Carlos Chamorro.

„Das Schönste aber ist, dass wir wieder gemeinsam Musik hören können“, betonte Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU). Dem konnte sich der Minister nur anschließen: „Wir haben allen Grund zur Zuversicht.“ Passend zum Programm zitierte er Mozart: „Ohne Musik wär’ alles nichts.“ Wie Recht dieser hatte, „mussten wir schmerzlich erfahren“. Spätestens seit der Corona-Zwangspause sollte allen klar sein, dass Kunst und Kultur kein „nice to have“, sondern ein Lebenselixier sind. Das gilt auch für die Strauss-Tage in Garmisch-Partenkirchen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare