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Soll sich verändern: die Brachfläche an der Schule an der Krankenhausstraße. 

Gestaltung des Krankenhausviertels teurer als geplant

Haushaltsberatungen: Nachrechnen notwendig

Garmisch-Partenkirchen - Spielplatz, Schulhof, Parkplatz, Fahrbahn: Im Umfeld der Krankenhausstraße soll viel passieren. Doch es zeigt sich: Alles wird viel teurer als geplant. Ein Umstand, der bei den Haushaltsberatungen für Empörung gesorgt hat. 

Wenn Gemeinderäte etwas nicht mögen, dann ist es Diskrepanz. Immer wieder zeigt sich in Sitzungen: Informationen, die die Verwaltung vorlegt, sollten nicht veraltet sein, notwendige Korrekturen werden nicht gern gesehen. Entsprechend unglücklich waren die Mitglieder des Finanzausschusses in Garmisch-Partenkirchen bei den Haushaltsberatungen. Es zeigt sich bei den geplanten Investitionen nämlich, dass bei einem Projekt die vom Bauamt festgelegten Ansätze viel zu niedrig sind. Und das gleich mehrfach. Rund um die Krankenhausstraße müsste viel mehr Geld ausgegeben werden, als geplant.

„Ich fass es nicht“, lautete irgendwann der ungläubige Kommentar von Elisabeth Koch zu den Ausführungen zum Vermögenshaushalt. Zu dem Zeitpunkt hatte die CSU-Fraktionschefin gleich mehrfach vom Leiter des Bauamts, Jörg Hahn, gehört, dass die Zahlen im Entwurf nach oben angepasst werden müssen. Demnach würde es nicht mehr 200 000 Euro kosten, einen Spielplatz zu errichten, sondern nach dem aktuellen Planungsstand 340 000 Euro. Und das, obwohl das Konzept, „so gut wie keine Ausstattung enthält“, erklärte Hahn. Und erntete Kopfschütteln von vielen Gremiumsmitgliedern.

Zumal auch in den Pausenhof der Grundschule an der Krankenhausstraße investiert werden soll. 274 000 Euro waren für die Neugestaltung, den Kauf von Spielgeräten und eines Sonnenschutzes angesetzt. Aber auch dieser Ansatz ist zu niedrig. Die Kosten gehen Hahn zufolge im neusten Entwurf auf 350 000 Euro rauf. Ähnlich sieht es bei der erstmaligen Herstellung der Krankenhausstraße aus: Statt der vom Bauamt kalkulierten 260 000 Euro müsse mit 350 000 Euro gerechnet werden. Den größten Korrekturbedarf gibt es bei der Herstellung des dortigen Parkplatzes: Die Kostenschätzung ist von 80 000 Euro auf 253 830 Euro hinaufgeschossen.

Angesichts dieser Zahlen waren sich die Gemeinderäte einig, dass sich der Bauausschuss nochmals mit dem ganzen Themenpaket befassen soll. Dies ist bereits in der nächsten Sitzung am 23. Januar der Fall.

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