Besichtigen eine der Unterkünfte: (v.l.) Regierungsvizepräsident Ulrich Böger, Verwaltungsleiter Alexander Breitenbach und Sachgebietsleiter Martin Schelter. Foto: sehr

Ein Heim für Heimatlose

Garmisch-Partenkirchen - Die Regierung von Oberbayern eröffnet ein Asylbewerberheim in Garmisch-Partenkirchen. Bis zu 60 Menschen werden dort ab kommender Woche Platz finden.

Die Unterkunft, die die Regierung von Oberbayern in wenigen Tagen in Garmisch-Partenkirchen an der Mittenwalder Straße eröffnen wird, passt nicht in die Vorstellung, die man von einem Asylbewerberheim haben könnte. Neue weiße Kunststofffenster, saubere Wohnräume, sanierte Bäder - „das ist normalerweise nicht Standard“, weiß Regierungsvizepräsident Ulrich Böger. Vielmehr hat die Behörde das Gebäude vom Vorbesitzer - es war das Erholungsheim eines Energiedienstleisters - bezugsfertig übernommen. Bis zu 60 Flüchtlinge sollen dort nun Platz finden.

Böger traf sich am gestrigen Donnerstag mit Verantwortlichen von Gemeinde, Landkreis und Polizei sowie den Vertretern einiger Wohlfahrtsverbände. Besprochen wurden unter anderem weitere notwendige Schritte, etwa die Betreuung und Beratung der künftigen Bewohner. Leiten wird die Einrichtung Alexander Breitenbach.

Angemietet wurde das Gebäude in Garmisch-Partenkirchen von der staatlichen Immobilienverwaltung Bayern, die es wiederum an die Regierung weiter vermietet hat - „zu ortsüblichen Preisen“, weiß Martin Schelter, Sachgebietsleiter bei der Regierung von Oberbayern. Der Mietvertrag besteht zunächst für fünf Jahre, allerdings mit der Option auf Verlängerung. Dies hänge von den Plänen des Eigentümers ab sowie vom weiteren Bedarf, erläutert Böger.

Nächste Woche werden die ersten Asylbewerber in das Gebäude an der Mittenwalder Straße einziehen. Böger würde aufgrund der guten räumlichen Aufteilung gerne Familien im Kreisort unterbringen, aber auch Einzelpersonen werden dort Platz finden. „Das hängt jeweils vom aktuellen Bedarf ab“, sagt der Regierungsvertreter und betont, dass bei der Belegung auch auf den ethnischen Hintergrund der Bewohner geachtet werden müsse. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Menschen in ihrem neuen Heim wohlfühlen werden, obwohl dieses tausende Kilometer von der Heimat entfernt ist.

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