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Herren-Abfahrt wohl zurück im Kalender

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Von: Patrick Hilmes

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Skifahrer auf der Strecke beim Riesenslalom auf der Kandahar.
Auch der Riesenslalom der Herren wird laut des neuesten Kalenderentwurfs in der nächsten Saison auf der Kandahar stattfinden. © Hans-Peter Huber

Neuester Entwurf der FIS beinhaltet drei Herren-Rennen auf der Kandahar. Die endgültige Entscheidung fällt aber erst am kommenden Mittwoch beim FIS-Kongress in Mailand. SC Garmisch deutet Nachricht als „gutes Zeichen“, hält sich aber bedeckt.

Garmisch-Partenkirchen – „Fix ist noch nichts.“ Florian Fischer nimmt gleich der Nachricht den Wind aus den Segeln, die am Mittwoch die Runde machte und im Skizirkus auf offene Ohren stieß. Dennoch hat die Meldung Strahlkraft: Im Ski-Weltcup-Kalender der Saison 2022/23 soll sich auch die Herren-Abfahrt auf der Kandahar wiederfinden.

Anfang April waren Pläne von Johan Eliasch, dem Präsidenten des Internationalen Skiverbands (FIS), bekannt geworden, wonach es 2023 eben diesen Klassiker nicht mehr geben sollte. Garmisch-Partenkirchen war lediglich für die Austragung eines Nachtslaloms am Gudiberg sowie für zwei Rennen der Damen auf der Kandahar vorgesehen. Das stoß auf wenig Gegenliebe beim Deutschen Skiverband (DSV) sowie beim Skiclub Garmisch. Auch der FIS-Vorstand (Council) war nicht begeistert, segnete die Termine daher nicht ab. Der Aufschrei war groß.

Nachtslalom, Riesenslalom und Abfahrt angedacht

Seitdem wurde viel diskutiert, viele Gespräche gesucht und geführt. „Wir haben die ganze Zeit im Hintergrund gearbeitet“, erzählt Fischer, der Vorsitzende des SC Garmisch. Viel mehr möchte er aber nicht preisgeben. Er betont hingegen, dass der gesamte Kalender noch nicht endgültig feststehe. Er wollte die Gerüchte um die Rückkehr der Herren-Abfahrt weder bestätigen, noch dementieren. Dennoch ist die kursierende Nachricht ein Hoffnungsschimmer. Nach Informationen des Tagblatts sieht der neue Entwurf des Weltcup-Kalenders drei Herren-Rennen in Garmisch-Partenkirchen vor – einen Nachtslalom Anfang Januar am Gudiberg sowie eine Abfahrt und ein Riesenslalom Ende Januar auf der Kandahar. „Damit könnten wir leben“, betont Fischer. Die Speeddamen hingegen müssten auf ihren Heimauftritt verzichten, ihre Rennen in Garmisch-Partenkirchen tauchen im neuesten Entwurf nicht mehr auf. Gestrichen wurden ebenso die Rennen in Asien. Sollte es so bleiben, wären die Wettkämpfe auf der Kandahar für die Herren gleichzeitig die Generalprobe für die Weltmeisterschaft, die vom 6. bis 19. Februar in Courchevel-Meribel (Frankreich) stattfindet. Nach der WM ist derzeit eine zweite Rennserie in den USA vorgesehen.

Entscheidung über Weltcup-Kalender und Ski-WM 2027 zugleich

Gewissheit wird es zwar erst in der kommenden Woche geben, wenn am Mittwoch, 25. Mai, in Mailand der Kongress des Ski-Weltverbandes steigt, doch auch Fischer weiß um die Bedeutung der Gerüchte: „Das ist sicherlich kein schlechtes Zeichen.“ Am kommenden Mittwoch erhofft man sich seitens des DSV sowie des SCG gleich doppelt gute Nachrichten. Denn nicht nur der Weltcup-Kalender soll final fixiert werden, in Mailand wird zudem die Entscheidung darüber getroffen, wer den Zuschlag für die Austragung der Alpinen Ski-WM 2027 erhält. Neben Garmisch-Partenkirchen haben auch Crans-Montana (Schweiz), Narvik (Norwegen) und Soldeu (Andorra) ihren Hut in den Ring geworfen.

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