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Mit Hilfe des Feuerwehr-Krans sollen die Kajaks aus der Loisach gezogen werden.

Wasserwacht warnt vor einem Befahren der Flüsse

Herrenlose Kajaks in der Loisach

Allein drei Mal sind die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht im Landkreis Garmisch-Partenkirchen am Samstag zu Einsätzen an die Loisach gerufen worden. Zweimal davon an den oberen Flusslauf zwischen Grainau und dem Ortsteil Garmisch, einer beliebten Ein- und Ausstiegsstelle für Kajakfahrer.

Landkreis –  „Kajakfahrer lieben Hochwasser“, sagt Marc Lehmann, Vorsitzender der Kreiswasserwacht. Dabei „überschätzen sie aber gerne das eigene Vermögen und unterschätzen die Risiken“. So offensichtlich auch bei Grainau: Beobachter hatten treibende Kanus auf der Loisach gesichtet und Alarm ausgelöst. Die Retter, neben der Wasserwacht war die Feuerwehr Garmisch vor Ort, konnten jedoch niemanden finden, ein Kajakfahrer meldete sich später bei der Polizei. Der andere gelangte wohl auch an Land, da keine Person als vermisst gemeldet wurde. Die beiden Kajaks tauchten nicht auf.

Am späten Nachmittag wurde bei Oberau abermals wegen eines herrenlosen Kajaks Alarm ausgelöst. Trotz des Hochwassers gelang es den Rettern, dieses zu bergen. „Wir gehen mittlerweile davon aus, dass es sich um eines der beiden in Grainau vermissten Kajaks handelt“, betont Lehmann.

Die Kreiswasserwasserwacht warnt wegen der hohen Wasserstände derzeit Flusssportler vor einem Befahren von Loisach, Ammer oder Isar. „Bei den aktuellen Pegelständen gibt es zwar noch keine Hochwasserwarnung, trotzdem kann es gefährlich werden“, sagt Lehmann. „Wegen der Strömung und der Wasserhöhe ist es selbst am Ufer schwierig, sicheren Stand oder Halt zu finden.“ Dazu kommt, dass die Sand- und Kiesbänke überschwemmt sind. „Wer bei diesen Strömungen kentert, wird schnell über hunderte von Metern abgetrieben“, warnt der Experte. Ein zusätzliches Risiko gehe von Treibgut aus, das vom Hochwasser mitgerissen wird. (red)

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