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Mit vereinten Kräften wird an der historischen Bobbahn gearbeitet. 

Historische Bobwoche in Garmisch-Partenkirchen

Perfekte Bahn – unsichere Witterung

Garmisch-Partenkirchen - Der Aufwand ist gewaltig. Doch das Organisationsteam um Abteilungsleiter Rolf Lehmann lässt sich nicht beirren. Selbst der aktuelle Dauerregen soll die historische Bobwoche des SC Riessersee nicht gefährden.

Rolf Lehmann ist sich sicher: Die historische Olympia-Bobbahn am Rießersee ist perfekt. „So gut wie noch nie“, versichert der Chef der Bobabteilung des SC Riessersee. Seit zwei Monaten sind er und seine Helfer regelmäßig vor Ort, um die Bahn auf Vordermann zu bringen und zu präparieren. Unterhalb der Bayernkurve haben sie Ablaufschienen und -rohre verlegt, Löcher gefüllt und Kurven modelliert. Für Lehmann und seine engagierten Kollegen bedeutet all das knallharte Arbeit.

Die hat sich jedoch auch ausgezahlt. Schon alleine um sich die historische Bahn anzuschauen, sei ein Besuch am Rießersee zu empfehlen. Auf die Gästefahrten, die im Rahmen der historischen Bobwoche vom 4. bis zum 9. Februar stattfinden sollen, sind Lehmann und sein Team vorbereitet. Der absolute Höhepunkt ist für sie jedoch das Bob-Rennen am 12. Februar, das sie seit 2013 alle zwei Jahre veranstalten.

Für die Lautsprecheranlage verlegen Lehmann und seine Kollegen gerade Kabel. Kein einfaches Unterfangen bei dem seit Tagen herrschenden Regen. Der droht den Organisatoren noch einen Strich durch die Rechnung zu machen. Das Nass, das vom Himmel fällt, wäre vielleicht noch nicht so schlimm. Temperaturen oberhalb der Null-Grenze könnten die Arbeit jedoch zunichtemachen. Im schlimmsten Fall müssen die Gästefahrten ausfallen. „Wir wollen es nicht hoffen“, sagt Lehmann. Schade wäre es in diesem Jahr auf jeden Fall. Denn die Anfragen sind heuer besonders groß. Ein Grund dafür mag sein, dass Moderator Max Schmidt vom Bayerischen Fernsehen (BR) – vielen besser bekannt als „der Schmidt Max“ – die Bahn selbst mit dem Bob getestet hat. Die Sendung der Reihe „Freizeit“ wurde Mitte Januar ausgestrahlt. „Das war eine Super-Werbung“, betont Lehmann, „auch für Garmisch-Partenkirchen.“

Zahlreiche Anfragen

Für das Rennen gibt es ebenfalls zahlreiche Anfragen. Sich einfach so in den Bob sitzen, geht jedoch nicht. Zwei Abfahrten ohne Sturz müssen die Anwärter hinter sich gebracht haben, um an den Start gehen zu dürfen. Erst dann ist auch die verbindliche Anmeldung für das Rennen möglich. Bei seinem strengen Auswahlkriterium für das Rennen bleibt Lehmann eisern. „Sonst macht eine Teilnahme keinen Sinn.“ Vorsicht ist aber bei jedem der Matadore geboten, auch wenn man geübter Bobfahrer ist. „Es kann immer etwas passieren.“

Aus diesem Grund werden auch alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen, wie es bei sportlichen Veranstaltungen eben üblich ist. „Rettungskräfte sind selbstverständlich vor Ort“, betont Lehmann. Aber auch für das leibliche Wohl der Zuschauer und Teilnehmer ist gesorgt.

Über das außerordentliche Engagement seiner fleißgen Helfer ist Lehmann froh. Dankbar ist er auch der Gemeinde, die Abriebschnee vom Eisstadion zur Verfügung gestellt und vor Ort geliefert hat. Bleibt nun nur zu hoffen, dass der Winter noch ein wenig länger andauert und Kälte und Schnee anstatt Regen und Plus-Temperaturen mit sich bringt. Aufgrund der unsicheren Lage sind die Anmeldungen nur vor Ort vereinbart worden. Der Aufwand wäre bei Ausfällen zu groß, „Wir wissen einfach nicht, wie die Witterung ist.“

Weitere Informationen:

Gästefahrten: Gästefahrten mit dem Dreier-Bob-Holzschlitten finden vom 4. bis zum 9. Februar von 14 bis 16 Uhr statt und kosten 25 Euro pro Person. Historisches Bobrennen: Die Trainings- und Übungslehrgänge mit dem traditionellen Dreier-Bob-Holzschlitten mit Lenkrad finden vom 4. bis zum 11. Februar (14 bis 16 Uhr) statt: Jede Fahrt pro Schlitten wird am Start mit 45 Euro berechnet. Am 11. Februar, 16 Uhr: Auslosung der Startnummern in der Kantine an der Bobbahn.

12. Februar, ab 14 Uhr: Historisches Bobrennen. Die Teilnahme kostet 45 Euro.

Parken: Am Rießersee ist es am Tag des Rennens nicht möglich zu parken. Möglichkeiten hierzu werden kurz vor dem Rennen veröffentlicht. Noch mehr Informationen gibt’s im Internet unter www.scr-bob.de.

Magdalena Kratzer

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