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In Aktion: Das Rennteam 2016 der Molkerei Weihenstephan.

Wettbewerb findet über die volle Distanz statt

Hornschlittenrennen: Schnee gibt’s diesmal genug

Garmisch-Partenkirchen - Diesmal müssen die Organisatoren nicht zittern. Obwohl ihnen gerade die kalten Temperaturen geholfen haben. Die Produktion von Kunstschnee war möglich. Das Rennen ist gesichert. 

Sorgen müssen sich die Organisatoren der kommenden wintersportlichen Großereignisse nicht machen. Das kalte Wetter hat die Produktion von Kunstschnee in großen Mengen möglich gemacht. Sowohl für den City-Biathlon am 30. Dezember 2016 als auch fürs folgende Neujahrsspringen ist schon genügend weißes Gold vorhanden, „und damit auch für uns“, sagt einer, dessen Event ebenfalls noch nie ausfallen musste: Peter Strodl, seit 19 Jahren Chef des Hornschlittenvereins Partenkirchen, ist sich sicher, dass sein Rennen, das am Dreikönigstag zum 48. Mal auf der einen Kilometer langen Eispiste zwischen Partnachalm und Wildenau geplant ist, „mit größter Sicherheit in vollem Umfang und auf nicht gekürzter Strecke stattfinden wird: Im Gegensatz zum vergangenen Jahr ernten wir nämlich heuer sowohl den Schnee vom Citysprint als auch den von der Schanze, die ja schon jetzt fast komplett fertiggestellt ist“.

Das vergangene Rennen der museumsreifen Antik-Holzschlitten musste im schneelosen vergangenen Winter verkürzt ausgetragen werden. Der Club-Chef und seine zahlreichen Helfer sind längst in vollem Gang mit den sonstigen Vorbereitungen: Schon seit 1. Dezember läuft die Anmeldefrist. Bislang haben sich schon an die 30 der erwarteten 90 bis 100 Vierer-Schlittenbesatzungen aus ganz Deutschland und der Schweiz gemeldet. Zeit bis zum Schlusstermin am Mittwoch, 4. Januar, ist ja noch genügend. Trainieren können die Hornschlitterer bei der jetzigen Null-Schneelage auf der Piste ohnehin noch nicht. Das ist diesmal in beschränktem Umfang erst ab 2. Januar möglich, denn ab diesem Tag wird, so Strodl, die Strecke mit Kunstschnee von der Schanze und dem City-Biathlon beschneit. Am 4. Januar findet um 19 Uhr im Gasthof „Schatten“ die alle Jahre zu einer großen Party ausgeweitete Startnummernauslosung mit einem Unterhaltungsprogramm statt.

Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen: Die Bilder

Das Rennen, das an Dreikönig um 12 Uhr von den Partenkirchner Goaßlschnalzern sozusagen „angeknallt“ wird und um 12.30 Uhr beginnt, geht heuer an einem Freitag über die Piste und damit sehr viel zuschauerträchtiger als im vergangenen Winter, als es an einem Mittwoch lief. Als Zuschauerattraktion ist heuer auch der von Fritz Dönni in der Südostschweiz gebaute, 6,50 Meter lange 2,80 Meter hohe und 474 Kilogramm schwere größte Hornschlitten der Welt zu besichtigen.

In der Pause findet wie immer auch das bei den Kindern beliebte Zipfelbob-Rennen mit attraktiven Preisen und Leihschlitten statt. Die Preisvergabe für die drei schnellsten Schlitten findet um 16 Uhr im Zielraum statt. Die offizielle Siegerehrung ist erst am Abend ab 19 Uhr in der Bayernhalle. Dort sorgt die Partyband „Dreisam“ beim Hornschlittenball für Stimmung.

Rennfahrer gesucht!

Die Molkerei Weihenstephan sucht für das Hornschlittenrennen am Dreikönigstag in Garmisch-Partenkirchen wieder zwei Mitfahrer, männlich oder weiblich, die mindestens 18 Jahre alt sein müssen. Bewerben können sich Interessierte alleine oder zu zweit mit einem sportlichen Foto und einen kurzen Lebenslauf. Wer mitmachen möchte, kann sich unter redaktion@gap-tagblatt.de bewerben. Einsendeschluss ist Donnerstag, 29. Dezember. Mit einem handgemachten Hornschlitten geht es für das „Weißblau im Herz’n“-Rennteam die 1200 Meter lange Strecke von der Partnachalm hinab ins Tal. Angeführt wird das Vierergespann von Schlittenbauer Felix Keitlinghaus, der an dem Traditionsrennen seit Jahren teilnimmt. 2016 belegte das Weihenstephan-Team übrigens aus über 60 teilnehmenden Mannschaften (Herrenwertung) den zwölften Platz.

Wolfgang Kaiser

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