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Müssen stehen bleiben: Die drei Linden an der Olympiastraße kollidieren nicht mit dem Hotel-Neubau.

Linden entlang der Straße sind ortsprägend

Hotel am Bowling-Areal: Was passiert mit den Bäumen?

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Nach gut 24 Jahren Still- und Leerstand passiert endlich etwas auf dem früheren Bowling-Areal an der St.-Martin-Straße in Garmisch-Partenkirchen. Den Bauausschuss beschäftigte nun die Frage, was während der Arbeiten mit den Bäume passiert.

Garmisch-Partenkirchen – Sie sind ortsprägend, die Linden rund ums ehemalige Bowling-Areal an der Olympia-, Achenfeld- und St.-Martin-Straße. Deshalb steht auch außer Frage, dass sie erhalten werden müssen. Eigentlich. Sollte dieses Vorhaben aber mit dem Hotel-Neubau kollidieren, gilt die im Bebauungsplan festgelegte Auflage, dass Ersatzpflanzungen erfolgen müssen. „Und zwar mit einer Mindesthöhe von 1,25 bis 1,5 Metern“, erklärte Markus Gehrle-Neff, stellvertretender Leiter des Bauamts Garmisch-Partenkirchen, den Mitgliedern des Bauausschusses. Dieses Szenario kommt nun zum Tragen, da der Großteil der 20 Jahre alten Bäume beim Einziehen der Spundwände nicht erhalten werden kann. Lediglich drei Linden an der Olympia- und ein Exemplar an der Achenfeldstraße bleiben stehen. Das segneten die Kommunalpolitiker mit 8:3-Stimmen ab.

Kritik am Umgang mit der Baumschutzverordnung

Am Umgang mit der Baumschutzverordnung entzündete sich jedoch eine Grundsatzdiskussion. „Wo bleibt hier die Gleichbehandlung?“, wollte Dr. Stephan Thiel (Grün-Unabhängige Fraktion) wissen. Damit spielte er auf die Kritik von Alois Maderspacher (CSU) an, der Ausnahmen bei großen Investoren bemängelte. Genau daran stört sich auch Thiel gewaltig. „Ich erwarte, dass sie sich an unseren Vorgaben orientieren und das in ihrer Planung berücksichtigen.“ Mit Nachdruck forderte er einen „sensibleren Umgang“ damit.

Hintergrund derextrem dichten Bebauung auf dem ehemaligen US-Gelände ist die Wirtschaftlichkeit. „Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie schlecht es ist, wenn die öffentliche Hand ihre Grundstücke zum Maximalpreis verkauft“, betonte Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. In dem Fall hatte der Freistaat das 13 500-Quadratmeter-Areal, auf dem ursprünglich das neue Finanzamt geplant war, für 7,5 Millionen Euro an die Investoren veräußert. Die bauen nun drei Wohnhäuser, ein Appartmentgebäude und ein Hotel – nur so rechne sich das Gesamtprojekt.

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