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An Stelle der Güterabfertigung entsteht am Garmisch-Partenkirchner Bahnhof ein Café mit Büroräumen für den benachbarten Ferienwohnungskomplex. 

Baubeginn sobald es das Wetter zulässt

Hummel-Großprojekt am Bahnhof: Café ersetzt die Güterabfertigung

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Das neue Bahnhofsareal in Garmisch-Partenkirchen nimmt Gestalt an. Insgesamt nimmt Investor Franz Hummel dafür 70 Millionen Euro in die Hand. 

Garmisch-Partenkirchen – Das Moun10-Hostel – eröffnet. Das Klinik-Wohnen – im Bau. Die Fläche für das neue Café am Garmisch-Partenkirchner Bahnhof – geebnet. Das Areal zwischen Gleisen und Lagerhaus, das Investor Franz Hummel und sein Team entwickeln, nimmt Formen an. Nachdem die alte Güterabfertigung mittlerweile abgerissen ist, „beginnen wir, sobald es das Wetter zulässt, mit dem Bau des Cafés“, erklärt Hummel. In dessen Obergeschoss entstehen Büroräume für den benachbarten Ferienwohnungskomplex. Beide Gebäude werden mit einem Übergang verbunden. „Wenn’s gut geht, versuchen wir, das heuer durchzuziehen.“ Somit könnte das Café noch 2019 eröffnen.

„Das belebt das Bahnhofsareal“, meint Hummel. Und genau darum geht es ihm. Die Güterabfertigung stand in den vergangenen Jahren leer, jetzt kehrt an dieser Stelle neues Leben ein.

Insgesamt entwickelt Hummel in diesem Bereich 10 000 Quadratmeter, die zuvor brach gelegen haben. Dafür nimmt der Bauträger knapp 70 Millionen Euro in die Hand. Allein für den Ferienwohnungskomplex und das Haus, das an Stelle der Güterabfertigung gebaut wird, veranschlagt sein Prokurist Andreas Schamberger 17 bis 18 Millionen Euro.

Quadratmeterpreis von 9,70 Euro für Familien-Wohnungen

Auf der Agenda haben Hummel und sein Team außerdem bezahlbaren Wohnraum – nicht nur fürs Klinikum. Im so genannten Teamresort „entstehen 143 Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen“, sagt Schamberger. Für die Appartements, die für Familien vorgesehen sind, kalkuliert das Unternehmen 9,70 Euro pro Quadratmeter. Ein Blick auf den Wohnungsmarkt hat dem Prokuristen bestätigt, „dass das günstig ist“. Zwölf Wohnungen entdeckte er im Umkreis von Garmisch-Partenkirchen – zu Quadratmeterpreisen zwischen 12 und 13 Euro. Für die Single-Appartements werden 310 Euro kalt berechnet.

Noch steht nicht fest, ob die Hotellerie, die bekanntlich händeringend Wohnraum für ihre Mitarbeiter sucht, auf dem Bahnhofsareal einsteigt. Bislang drifteten ihre Vorstellungen und die von Hummel weit auseinander. Der Investor hält allerdings an seinem Konzept fest – und zeigt sich in alle Richtungen gesprächsbereit.

Währenddessen sind die Verhandlungen über das Areal auf der anderen Seite, zwischen Gleisen und Olympiastraße, noch nicht abgeschlossen. Dort wollte Hummel unter anderem zwei Hotels, eine Kletterhalle und eine Mobilitätsplattform errichten. Nachdem die Gemeinde aber festgestellt hat, dass sich dieses Areal viel besser für eine Alten- und Krankenpflegeschule samt Mensa und Wohnheim/Boardinghouse, ein Seniorenheim, Betreutes Wohnen und die Geriatronik-Forschung eignet, geht’s nun um einen Tausch. Hummel soll seine 46 000 Quadratmeter freigeben und dafür einen Teil des Abrams-Geländes erhalten.

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