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Nicht mehr zeitgemäß: Die Michael-Ende-Dauerausstellung im Garmischer Kurhaus muss völlig neu konzipiert werden.

Ideenfindung für Museum in Garmisch-Partenkirchen

Ein Haus für Michael Ende

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Michael Ende und sein Werk sollen einen festen Platz in Garmisch-Partenkirchen haben. Daran liegt allen. Die Gemeinde würde dafür das Kurhaus zur Verfügung stellen. Um das künftige Museum einzurichten und zu unterhalten, muss allerdings ein externer Geldgeber an Bord.

Garmisch-Partenkirchen – Michael Ende ist eine Marke. Darin sind sich alle einig. Die Tatsache, dass der weltberühmte Schriftsteller in Garmisch-Partenkirchen geboren wurde, nicht zu nutzen, wäre eine Sünde. Auch darüber herrscht Konsens. Noch unklar ist allerdings, wie das Erbe des Schöpfers fantastischer Welten künftig in der Marktgemeinde gepflegt werden soll. Die Dauerausstellung „Der Anfang vom Ende“ in der historischen Villa im Michael-Ende-Kurpark ist seit Anfang des Jahres geschlossen.„Sie war nicht mehr zeitgemäß“, bedauert Roman Hocke, Nachlassverwalter des 1995 gestorbenen Autors. Jetzt ist jedoch guter Rat teuer. Denn feststeht ebenfalls, dass die Gemeinde allein kein neues Ausstellungskonzept oder gar ein eigenes Michael-Ende-Museum stemmen kann.

Das ist allen Beteiligten mittlerweile bewusst, weshalb sie sich nach dem abrupten Ende der Ausstellung auch erst einmal „eine Phase des Nachdenkens verordnet“ hatten, wie es Hocke damals nannte. Jetzt setzten sich er, die beiden Bürgermeister, Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) und Wolfgang Bauer (CSU), der Produzent des neuen Jim-Knopf-Films, Matthias Rosenberger, und Endes Testamentsvollstrecker erneut zusammen. Und haben sich durchaus guter Dinge wieder getrennt. „Die Stimmung war positiv“, bestätigt Meierhofer.

Das Gespräch im kleinen Kreis brachte nämlich durchaus erste Ergebnisse. „Die Quintessenz ist, dass wir uns vorstellen können, Erdgeschoss und ersten Stock des Kurhauses für Michael Ende zur Verfügung zu stellen“, sagt Meierhofer. Allerdings unter der Voraussetzung, dass das künftige Museum „mit Geld von außen“ eingerichtet und auch unterhalten wird. Damit haben sie und Bauer die finanziellen Grenzen der Gemeinde klar aufgezeigt. Denn das Ende-Institut, das ihr Vorgänger, Altbürgermeister Thomas Schmid (CSB), mit Hocke 2011 vertraglich besiegelt hatte, scheiterte genau daran. Dazu kommt, dass dieses Vorhaben Meierhofer zufolge nur als Absichtserklärung angesehen werden konnte. „Es gab keinen Gremiumsbeschluss.“

Etliches Material, um die Ausstellungsräume mit neuem Leben zu füllen, ist schon vorhanden. In unzähligen Kartons schickte Hocke bereits Zeugnisse von Michael Endes Schaffen nach Garmisch-Partenkirchen. Komplettiert werden diese durch Bilder und weitere Schätze aus dem Nachlass seines Vaters, dem surrealistischen Maler Edgar Ende. Längst ist alles inventarisiert – gefördert von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen. Und bei der hat die Gemeinde nun um Aufschub gebeten, um nicht Gefahr zu laufen, Zuschüsse zurückzahlen zu müssen. „Wir befinden uns ja noch im Meinungsfindungsprozess“, betont die Bürgermeisterin. Eine Option, um das Archiv adäquat unterzubringen, sei jedoch gefunden. „Möglich wäre das in der freien Wohnung im Polznkaspar-Haus.“ Dafür gilt aber genau wie fürs Kurhaus: Der Markt stellt allein die Immobilie zur Verfügung.

„Mit Leben füllen muss das Ganze der Dunstkreis Michael Ende“, unterstreicht Meierhofer. Eine Botschaft, die angekommen ist. Der erste Schritt wird nun eine Machbarkeitsstudie sein, die freilich die in Auftrag geben sollen, deren Interessen es zu berücksichtigen gilt. In die Überlegungen wird zudem der Michael-Ende-Kurpark einbezogen, den schon jetzt einige fantastische Wesen bevölkern. Dazu kommt, dass die Grünanlage im Herzen Garmischs eine Kaiserlinde ziert, die Ende selbst 1990 gepflanzt hatte. „Daher macht es Sinn“, meint die Bürgermeisterin, „das in ein Gesamtkonzept zu packen.“ Eines, das dem Künstler auch gerecht wird.

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