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Schmied in Aktion: Florian Aberl in seiner Werkstatt.

Eisenpfanne und Bierseife

„Inser Hoamat“: Die Produktpalette wächst

Die Regionalmarke „Inser Hoamat“ bekommt Zuwachs: Zu den bisher sechs heimischen Betrieben haben sich nun weitere fünf dazugesellt.

Garmisch-Partenkirchen – Der Trend zur Regionalität ist ungebrochen. Darauf setzt auch GaPa-Tourismus mit der Marke „Inser Hoamat“. Zum Start im vergangenen Jahr waren sechs heimische Betriebe dabei. Nun kamen fünf weitere hinzu. Lauter kleine, aber feine Unternehmen, die im Ort verwurzelt sind und mit echtem Handwerk aufwarten.

Bei den fünf Neuen handelt es sich um die Buchbinderei Matheisl, die Schmuckwerkstatt Susi Dahlmeier, Die Seifensieder, die Glücksmeise sowie Aberl Metallgestaltung. Dies wurde in der Sitzung des Tourismusausschusses bekannt gegeben.

Bei der Firma Matheisl bindet man nicht nur Bücher, sondern fertigt auch Schachteln, Kartons, Ordner, Chroniken, Speisekarten und vieles mehr an. Es gibt darüber hinaus Eigenkreationen wie einen nachfüllbaren Notizblock, ein fadengeheftetes Kochbuch oder ein Erinnerungsbuch. Diese drei Produkte haben Bernhard Matheisl (65) und Tochter Sabina (35) für die Marke „Inser Hoamat“ ausgewählt.

GaPa-Tourismus kam auf den Betrieb zu. Die Matheisls überlegten nicht lange und beschlossen mitzumachen. Für die Buchbinderei ist es eine Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Der Gedanke dahinter: Wenn Gäste ein Mitbringsel benötigen, greifen sie eventuell zu. „Ins Geschäft kommen sie vielleicht nicht“, sagt Bernhard Matheisl. Es besteht seit 1947.

Die historische Schmiede von Florian Aberl ist aus dem Jahr 1813. Über der Werkbank hängen Hämmer und Zangen des Ur-Ur-Großvaters. Aberl ist in Garmisch-Partenkirchen als „Mann mit der Axt“ bekannt. Denn sein Fokus liegt auf Gebrauchsgegenständen, Baubeschlägen und Werkzeugen. Er schmiedet aber auch Begleiter fürs Leben wie etwa Eisenpfannen oder kleine Messer.

Naturseifen, nach strengen Richtlinien zertifiziert, stellen hingegen Daniela Palmberger und Reinhold Schuhmann her. Zum Einsatz kommen dabei natürliche Zutaten aus der Region wie frische Bio-Ziegenmilch, Ringelblumenblüten, Honig oder alkoholfreies Weißbier.

Große Resonanz in den Medien

Unikate fertigt zudem Susi Dahlmeier an. Die Goldschmiedin, Mutter von Top-Biathletin Laura Dahlmeier, lebt in ihrem idyllisch gelegenen Gartenhaus ihren Traum von der eigenen Schmuckwerkstatt.

Einzigartiges schafft auch Elisabeth Peter (Glücksmeise). Alle Produkte, von Baby-Sweatshirts über Kissen bis zur Handtasche, tragen ein Alpentier-Motiv. Dabei setzt Peter ausschließlich auf Biomaterialien.

Maria-Theresa Straub von GaPa-Tourismus erklärte im Tourismusausschuss, dass die 2016 gestartete Regionalmarke bisher bei den Medien „großen Anklang“ gefunden habe. „Das Feedback von den Einheimischen ist auch sehr gut.“ Im sozialen Netzwerk Facebook seien 62.000 Personen erreicht worden. Ihr Fazit: „Inser Hoamat“ sei ein „Glücksgriff“.

Vollauf zufrieden zeigte sich SPD-Gemeinderat Harald Helfrich. Das Marketing sei „inhaltlich und optisch gelungen. Das hat eine Handschrift“. Das Konzept könnte seiner Meinung nach auch in anderen Bereichen funktionieren. Die Produkte sind entweder bei den Betrieben direkt, in der Tourist-Info am Richard-Strauss-Platz, im „Laden“ (Chamonixstraße) sowie in „Kuger’s Café“ an der Ludwigstraße erhältlich (Internet: www.inser-hoamat.de).

Roland Lory

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